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Arbeitslosigkeit gesunken: Corona noch nicht berücksichtigt

31.03.2020 - Es sind wohl die vorerst letzten normalen Arbeitslosenzahlen. Der übliche Frühjahrsaufschwung war Mitte März noch spürbar. Aber da lag die Zahl der Erwerbslosen schon über dem Stand vom vergangenen Jahr.

  • Ein Mann sitzt in der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann sitzt in der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Nordrhein-Westfalen ist die Arbeitslosigkeit unmittelbar vor Ausbruch der Corona-Krise noch einmal gesunken. Zum Stichtag 12. März waren in NRW 648 000 Menschen ohne Job, gut 6500 weniger als im Februar, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahres-März waren aber landesweit rund 13 500 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb auf dem Stand des Vormonats bei 6,7 Prozent. Deutschlandweit sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent.

«Welche Folgen die Coronavirus-Pandemie für den Arbeitsmarkt in NRW hat, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bilanzieren», sagte der Chef der NRW-Regionaldirektion, Torsten Withake. Der Zeitraum seit Inkrafttreten der Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie sei dafür noch zu kurz.

Eine erste Einschätzung, wie viele Unternehmen in NRW im März Kurzarbeit angezeigt haben, will die Regionaldirektion am Nachmittag veröffentlichen. Withake erwartet, dass die Zahl der Menschen, die im März und April verkürzt arbeiten, deutlich höher liegen könnte, als bei der Finanzkrise 2008 und 2009.

Damals sei vor allem die Industrie betroffen gewesen. Heute stehe man vor einer ganz anderen Herausforderung. Durch die Beschränkungen des Alltagslebens stünden nicht nur die Bänder in den Fabriken still, es seien auch Läden, Cafés und zum Beispiel Reisebüros geschlossen. «Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass auch die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze erheblich höher ausfallen wird als vor zwölf Jahren», sagte Withake.

Erste Auswirkungen der Corona-Krise sind nach Withakes Angaben bereits Mitte März zu erkennen gewesen. «So war etwa bis zum 12. März die Zahl der neu gemeldeten Stellen zurückgegangen - um 14,2 Prozent zum Vormonat und um 20,4 Prozent zum Vorjahr», sagte er. «Üblich ist zu dieser Jahreszeit eine Zunahme, kein Rückgang.»

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