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Arbeitslosigkeit in NRW steigt nur in saisonüblichem Ausmaß

01.09.2020 - Trotz der Corona-Pandemie ist die Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen im August nur im saisonüblichen Ausmaß gestiegen. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Stellensuchenden in dem Ferienmonat um 0,8 Prozent auf rund 800 000 Personen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Damit waren gut 143 000 Personen oder 21,8 Prozent mehr arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent. Bundesweit lag sie bei 6,4 Prozent.

  • Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Den stärksten Zuwachs gab es mit einem Plus von 4,6 Prozent zum Vormonat bei jungen Menschen unter 25 Jahren. Grund sei, dass viele Abschlussprüfungen der dualen Berufsausbildung in Folge der Pandemie erst verzögert abgelegt werden konnten, berichtete die Arbeitsagentur.

«Die Dynamik am Arbeitsmarkt hat sich im August weitgehend normalisiert und lag wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Corona-Virus-Pandemie», sagte der Chef der Regionaldirektion, Torsten Withake. So konnten im August genauso viele Menschen eine Arbeit aufnehmen wie vor einem Jahr. Zudem lag die Zahl der Menschen, die sich aus einem Arbeitsverhältnis arbeitslos melden mussten, um rund 15 Prozent unter der des Vorjahres.

Der Arbeitsmarktexperte glaubt allerdings auch, dass es für viele Menschen, die in den vergangenen Monaten arbeitslos geworden sind, kein einfacher Weg zurück in Arbeit wird. «Obwohl die Wirtschaftstätigkeit in unserem Bundesland und damit auch der Arbeitsmarkt wieder spürbar angezogen haben, müssen wir realistisch sein: Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für den Arbeitsmarkt sind noch nicht vorüber. Wir beobachten, dass viele Branchen noch lange brauchen werden, um die Auswirkungen der Pandemie bewältigen zu können.» Als Beispiel nannte Withake das Gastgewerbe sowie den Verkehrs- und Logistikbereich.

«Der Einsatz von Kurzarbeit hat einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht nur während der Zeit des Lockdowns verhindert», betonte er. Nach einer ersten Hochrechnung im Mai in NRW haben von rund sieben Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer knapp 1,2 Millionen verkürzt gearbeitet. Fast ein Viertel der Betriebe in NRW seien betroffen.

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