Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Attacke auf Bediensteten: Reul will bessere Meldesysteme

16.12.2019 - Nach der tödlichen Attacke gegen einen städtischen Bediensteten in Köln kommt heraus: Der mutmaßliche Täter hatte im März schon einmal eine Kollegin aus einer anderen Behörde angegriffen. Nur wusste das die Kämmerei wohl nicht. Für den Innenminister ein Unding.

  • Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Köln (dpa/lnw) - Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen Mitarbeiter (47) der Stadt Köln hat sich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dafür ausgesprochen, die Erfassungs- und Meldesysteme für Übergriffe auf Amtsträger zu verbessern. «Wir müssen alle Informationen, die vorliegen, auch verlässlich denjenigen zugänglich machen, die auf der Straße oder an den Haustüren im Einsatz sind», sagte Reul dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Montag). Hintergrund: Der mutmaßliche Täter (60) von Köln hatte im März laut Polizei schon einmal eine Bedienstete einer anderen städtischen Behörde angegriffen - was der Kämmerei wohl nicht bekannt war.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker kündigte nach der Tat an, die internen Abläufe gründlich zu untersuchen. Ein stadtinternes Meldesystem über gefährliche Vorfälle und Angriffe auf Mitarbeiter gibt es laut «Stadtanzeiger» offenbar noch nicht. Die Verwaltung arbeite derzeit an einer solchen zentralen Erfassung. Reul sagte, dass Städte und Kommunen, die dieses System noch nicht umgesetzt hätten, dies unbedingt tun müssten: «Es muss sichergestellt sein, dass Mitarbeiter, die im staatlichen Auftrag Bürgerkontakte haben, bestmöglich geschützt sind». In Fällen, in denen es vorher bereits Auffälligkeiten gegeben habe, sei «geboten, dass wir städtischen Mitarbeitern Polizeibeamte zur Seite stellen», sagte der Minister dem «Stadtanzeiger».

Der Verdächtige hatte laut Polizei im März eine städtische Mitarbeiterin mit einem Schraubenzieher angegriffen und leicht verletzt. Er wurde nach der jüngsten Tat in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren