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Ausnahmefund: 28 Millionen Jahre alte Seekuhknochen entdeckt

30.10.2019 - Paläontologen haben in Ratingen versteinerte Knochen einer Seekuh entdeckt. Für die Erforscher der Lebewesen ist das ein Glücksfund. Vor 28 Millionen Jahren war die Gegend von einem tropischen Meer bedeckt.

  • Eine Mitarbeiterin des Geologischen Dienstes NRW präsentiert fossile Seekuh-Knochen. Foto: Roland Weihrauch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mitarbeiterin des Geologischen Dienstes NRW präsentiert fossile Seekuh-Knochen. Foto: Roland Weihrauch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Krefeld (dpa/lnw) - Ausnahmefund im Rheinland: Wissenschaftler haben die 28 Millionen Jahre alten Überreste einer Seekuh aus einer Baugrube geborgen. Die fossilen Knochen seien Anfang dieses Jahres in Ratingen entdeckten worden, erklärten die Wissenschaftler des Geologischen Dienstes NRW in Krefeld. Dort wurden die Überreste des einst rund drei Meter langen Säugetieres am Mittwoch vorgestellt. Gefunden wurden etwa ein Dutzend Knochen: Rippen, Teile von Wirbeln und kleinere Stücke. Der Fund soll später im Ruhr Museum in Essen ausgestellt werden.

Als die Geologen Stephan Becker und Daniel Schrijver zu Beginn dieses Jahres die versteinerten Knochen entdeckt hatten, war nicht gleich klar, um was es sich handelt: «Wir mussten die schlammbedeckten Fundstücke erst in einer Pfütze waschen, bevor wir erkannten, dass es sich um Seekuh-Knochen handeln könnte», sagten sie laut Mitteilung.

Nach Angaben von Christoph Hartkopf-Fröder, dem Paläontologen des Geologischen Dienstes, wurden zuletzt vor etwa 30 Jahren Skelettreste einer Seekuh in NRW entdeckt. Sie sind Zeugnisse einer Zeit, als es wärmer war und die Seekühe in einem flachen, warmen Meer unter subtropischem Klima lebten. Heute noch gibt es auf der Erde vier Seekuh-Arten, die alle in flachen, tropischen Gewässern vorkommen. Am Fundort wurden auch kleinere Fossilien entdeckt, etwa Muscheln, Schnecken, Korallen oder Haizähne. «Die zahlreichen Fossilüberreste dokumentieren ein artenreiches Ökosystem», sagte Hartkopf-Fröder.

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