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Autoattacken in Silvesternacht: Auch Oberhausen Tatort

23.01.2019 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Der mutmaßliche Täter von Bottrop und Essen soll in der Silvesternacht auch in Oberhausen gezielt auf Menschen zugefahren sein. Das geht aus einem Bericht des NRW-Innenministeriums hervor, über den am Mittwoch im Landtag debattiert wurde. Der 50-Jährige habe sein Auto an 13 verschiedenen Orten in Bottrop, Oberhausen und Essen in Ansammlungen von mehreren Menschen beziehungsweise auf eine Einzelperson gelenkt, heißt es in dem Bericht. Dabei seien eine 46-Jährige aus Syrien schwer und neun weitere Menschen leicht verletzt worden. Alle Opfer hätten einen Migrationshintergrund. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

  • Ein Polizeiwagen steht hinter Absperrband auf dem Berliner Platz. Foto: Marcel Kusch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeiwagen steht hinter Absperrband auf dem Berliner Platz. Foto: Marcel Kusch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Deutsche ist inzwischen in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Ein Psychiater hatte ihn als zur Tatzeit mindestens erheblich vermindert schuldfähig eingestuft. Auch eine Schuldunfähigkeit könne nicht ausgeschlossen werden. Wegen versuchten Mordes hatte der Mann zuvor in Untersuchungshaft gesessen.

Erste Aussagen des arbeitslosen 50-Jährigen hatten auf Rassismus als Tatmotiv hingewiesen. Er soll mit seinem Auto gezielt Jagd auf Menschen gemacht haben, die er für Ausländer hielt. Unter den Verletzten waren mehrere Kinder. Die Einlassungen des Beschuldigten sprächen für eine politisch motivierte Gewalttat, heißt es in dem Bericht weiter. Die weitere Aufklärung seiner Motivlage und Gesinnung sei Schwerpunkt der Ermittlungen. Nach derzeitigem Stand habe er als Einzeltäter gehandelt.

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