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BVB mit Notelf ins Endspiel um Rang 2

19.06.2020 - Die Kritik nach dem peinlichen 0:2 des BVB gegen Mainz fiel heftig aus. Selbst von Wettbewerbsverzerrung war die Rede. Ein Sieg über Leipzig könnte helfen, die Wogen zu glätten. Doch vor dem wohl entscheidenden Spiel um Rang zwei herrscht große Personalnot.

  • Giovanni Reyna von Borussia Dortmund am Ball. Foto: Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Giovanni Reyna von Borussia Dortmund am Ball. Foto: Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wenig Tempo, kaum Spielwitz, kein Biss - bei Borussia Dortmund ist der Spannungsabfall nach der bereits perfekten Qualifikation für die Champions League offensichtlich. Der peinliche Auftritt gegen den FSV Mainz 05 (0:2), der dem Team sogar Vorwürfe über Wettbewerbsverzerrung einbrachte, macht wenig Mut für das «Endspiel» um Platz zwei am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Leipzig. Eine neuerliche Niederlage wäre mit dem Anspruch der Borussia, hinter den Bayern die zweite Kraft im deutschen Fußball zu sein, nur schwer vereinbar. «Das ist nicht nur eine Sache des Rankings oder des TV-Geldes, sondern auch des Prestiges», sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Doch ausgerechnet vor dem Kräftemessen mit dem Verfolger aus Sachsen geht der Borussia das Personal aus. Neben den Langzeitverletzten Marco Reus, Mo Dahoud, Thomas Delaney und Dan-Axel Zagadou muss Trainer Lucien Favre ohne Manuel Akanji, Mario Götze und den gesperrten Achraf Hakimi auskommen. Deshalb wird der Kader mit diversen Spielern aus der Dortmunder Regionalliga-Mannschaft aufgefüllt. Akanji und Jung-Vater Götze stehen allenfalls im letzten Saisonspiel gegen Hoffenheim wieder zur Verfügung.

Immerhin kehrt der von einem bakteriellen Infekt genesene Giovanni Reyna in den Kader zurück. Trotz der vielen Ausfälle sieht Michael Zorc die Mannschaft nach dem schwachen Auftritt am Mittwoch gegen Mainz in der Bringschuld: «Natürlich war ich sauer, wir alle waren sauer. Aber ich hoffe, Mainz war ein Einzelfall. Natürlich werden wir die Spieler darauf hinweisen und haben das in Einzelfällen schon getan.»

Dass dem BVB von Clubs aus der Abstiegszone sogar Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen wurde, bezeichnete Sebastian Kehl als «albern». «Wir stecken selber in einer Situation, in der wir noch etwas erreichen wollen», sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung den «Funke Medien». «Wir wollen Zweiter werden, da geht es vorrangig um sportliche, aber natürlich auch um wirtschaftliche Parameter. Wir haben nichts zu verschenken.»

Immerhin gab es bei allem Ärger der vergangenen Tage auch eine positive Nachricht. Die Vertragsverlängerung des eigentlich bis 2021 gebundenen 29 Jahre alten Torhüters Roman Bürki bis 2023 wertete Trainer Lucien Favre als Erfolg: «Er hat sehr gute Leistungen gebracht. Wir müssen uns nur an das Spiel gegen Slavia Prag erinnern», sagte er mit Verweis auf das beste Saisonspiel des Keepers, in dem er mit zahlreichen Paraden den Weg in das Achtelfinale der Champions League ebnete.

Ähnlich kommentierte Zorc die Einigung: «Roman hat sich etabliert. Deshalb war es folgerichtig, den Vertrag zu verlängern. Es spricht für Roman, dass er in dieser Saison schon zwölf Zu-Null-Spiele absolviert hat.» Gelingt ihm das auch am Samstag in Leipzig, wäre die Vizemeisterschaft zum Greifen nahe.

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