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Bahnunternehmen wollen gemeinsam Lokführermangel bekämpfen

14.02.2019 - Den Lokführermangel bekommen Reisende längst immer wieder durch Zugausfälle zu spüren. Die Bahnunternehmen wollen gegensteuern - und zwar gemeinsam statt gegeneinander. Ein wichtiger Schritt: Wer einstellt, soll künftig auch die Ausbildungskosten tragen.

  • Ein leerer Stuhl ist im Fahrstand einer Lokomotive zu sehen. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein leerer Stuhl ist im Fahrstand einer Lokomotive zu sehen. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf (dpa/lnw) - Gegen den spürbaren Lokführermangel im Land wollen die Bahnunternehmen in Nordrhein-Westfalen künftig stärker gemeinsam vorgehen. In einem ersten Schritt verpflichteten sich die neun Eisenbahnunternehmen dazu, bei einem Arbeitgeberwechsel die Ausbildungskosten zu erstatten, wie das Unternehmensbündnis am Donnerstag mitteilte. Damit wollen sie verhindern, dass Bahnunternehmen aus Angst vor Abwerbeversuchen durch die Konkurrenz weniger Personal ausbilden.

«Dies funktioniert in etwa so wie die Ausbildungsvergütung von Profifußballclubs an die ausbildenden Amateurvereine», sagte Joachim Künzel, Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe, der gemeinsam mit dem Verkehrsministerium und den weiteren Nahverkehrsverbänden hinter der landesweiten Kooperation steht.

Geplant sei außerdem, Fahrgäste in Zukunft unabhängig vom jeweiligen Unternehmen über Störfälle zu informieren. Auch bei Schulungen und Qualifizierungen soll überbetrieblich zusammengearbeitet werden. Bereits auf den Weg gebracht ist eine gemeinsame Werbekampagne.

Alle Bahnunternehmen in NRW suchen nach eigenen Angaben zurzeit händeringend Personal: insbesondere Lokführer, Zugbegleiter oder Kundenbetreuer. Für die Fahrgäste bedeutet das immer häufiger Zugausfälle, weil Lokführer erkrankt sind. Das trifft derzeit etwa die Nordwestbahn. Allein durch den Ausstieg der rentennahen Jahrgänge würden demnächst Hunderte neuer Mitarbeiter gebraucht, hieß es zudem. Die Gewerkschaft der Lokführer wirft dem Unternehmen vor, jahrelang zu wenig ausgebildet zu haben.

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