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Biontech-Lieferprobleme: Impfstopp in Kliniken

20.01.2021 - Weil der Nachschub vorübergehend stockt, tritt NRW bei den Corona-Impfungen abrupt auf die Bremse: Für Krankenhäuser wurde am Mittwoch ein sofortiger Impfstopp verhängt. Der Start der Impfzentren verschiebt sich um eine Woche nach hinten.

  • Sechs Spritzen mit Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer, die aus einer einzigen Ampulle zubereitet wurden, liegen in einer Schale. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sechs Spritzen mit Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer, die aus einer einzigen Ampulle zubereitet wurden, liegen in einer Schale. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Land NRW hat einen sofortigen Impfstopp in Krankenhäusern verhängt, die mit Biontech-Impfstoff versorgt werden. Grund seien Lieferprobleme, heißt es in einer E-Mail des Gesundheitsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Wegen der verzögerten Lieferung verschiebt Nordrhein-Westfalen auch den Start der Impfungen für über 80-Jährige, die zu Hause leben. Die 53 Impfzentren im Land nähmen ihren Betrieb nun erst am 8. Februar auf - eine Woche später als bislang geplant, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Mittwoch auf Anfrage der dpa.

«Die von BioNTech aktuell mitgeteilten geänderten Liefermengen machen zwingend eine Änderung der Impfplanung erforderlich», heißt es in dem Schreiben des Ministeriums an die Koordinierungsstellen der Impfzentren in den Kreisen und Kommunen, das dort am Dienstagabend einging. Die für Mittwoch und Donnerstag bestellten Impfstoffe für Krankenhäuser könnten bereits «nicht mehr ausgeliefert werden».

Zudem könnten «ab sofort keine Bestellungen für Erstimpfungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen veranlasst werden. Alle bereits getätigten Erstimpfungs-Bestellungen für den 22.01. und die folgenden Tage werden seitens des Landes storniert», so das Gesundheitsministerium in der E-Mail. Personen, die bereits eine erste Impfung bekommen hätten, würden aber auch in der kommenden Woche wie geplant ihre zweite Impfdosis erhalten, sagte ein Sprecher der dpa. In Alten- und Pflegeheimen seien heute und morgen noch vereinzelt Erstimpfungen möglich, so das Ministerium. Ab dem 1. Februar solle in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen regulär weitergeimpft werden.

Am Mittwoch noch nicht betroffen von dem Impfstopp waren die Uni-Kliniken im Land, die mit Moderna-Impfstoff beliefert wurden. An der Düsseldorfer Uni-Klinik seien seit dem Impfstart am Montag bereits rund 900 Beschäftigte ohne Probleme geimpft worden, sagte ein Klinik-Sprecher. Impfstoff-Nachschub sei zugesichert, aber es gebe noch keinen konkreten Liefertermin für die zweite Lieferung.

Ob es die wirklich geben wird, ist indes noch unklar. So werden laut Gesundheitsministerium zwar die Dosen für die nach vier Wochen fällige zweite Impfung zurück gehalten, aber: Falls es bei dem Impfstoff-Engpass bleibe oder er sich verschärfe, werde die nächste Tranche des Moderna-Impfstoffs möglicherweise auch woanders als in den Unikliniken eingesetzt, hieß es am Mittwoch vom Gesundheitsministerium.

Wegen kurzfristiger Umbauten in einem Abfüllwerk liefern die Hersteller Biontech und Pfizer in der kommenden Woche deutlich weniger Impfstoff als vorgesehen. Deshalb müsse die Landesregierung die weitere Impfplanungen anpassen, sagte der Sprecher.

Einen Termin für die Impfung könnten Senioren über 80 aber wie geplant ab dem kommenden Montag vereinbaren. Dies geht ab 8.00 Uhr online unter www.116117.de oder telefonisch. Menschen, die im Rheinland leben, sollen die kostenfreie Rufnummer 0800 116 117 01 wählen, Menschen in Westfalen die ebenfalls kostenfreie Rufnummer 0800 116 117 02. Alle über 80-Jährigen sollen dazu einen Infobrief erhalten.

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