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Burbach-Prozess: Wichtiger Zeuge und weiteres Verfahren

23.03.2019 - Seit gut vier Monaten wird der Burbach-Skandal um misshandelte Flüchtlinge vor Gericht aufgearbeitet. Im Mai kommt ein neues Verfahren hinzu. Und bald sagt ein Zeuge aus, der in dem Fall bereits verurteilt wurde.

  • Sicherheitskräfte laufen auf dem Gelände des Flüchtlingsheim der ehemaligen Siegerland-Kaserne. Foto: Ina Fassbender/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sicherheitskräfte laufen auf dem Gelände des Flüchtlingsheim der ehemaligen Siegerland-Kaserne. Foto: Ina Fassbender/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Siegen (dpa/lnw) - Im Prozess um monatelang misshandelte Flüchtlinge in einem Heim in Burbach beginnt demnächst ein weiteres Verfahren gegen fünf Angeklagte. Die fünf Personen hatten Geständnisse angekündigt, ihre Fälle waren daher von dem im November 2018 gestarteten Hauptverfahren abgetrennt worden, wie ein Sprecher des Landgerichts Siegen mitteilte. Es seien ab dem 16. Mai sechs Verhandlungstage angesetzt.

In dem Hauptverfahren wird am Mittwoch (27. März) der damalige Leiter der Flüchtlingsunterkunft als Zeuge aussagen. Im Januar war er zu einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Unter seiner Führung waren in dem Heim im Siegerland von Dezember 2013 bis September 2014 immer wieder Flüchtlinge in sogenannten Problemzimmern eingesperrt und misshandelt worden. Fotos und eine Videoaufzeichnung hatten die Schikanen im Herbst 2014 ans Licht gebracht und weltweit für Entsetzen gesorgt.

Das Hauptverfahren hatte am 8. November begonnen und wird derzeit laut Gerichtssprecher noch gegen 25 Angeklagte geführt. Ein junger Mann sei mit Freispruch ausgeschieden. Einige sind wegen Körperverletzung und Nötigung angeklagt. Zwei Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg sitzen wegen Freiheitsberaubung auf der Anklagebank, weil sie von der Nutzung der Problemzimmer gewusst haben sollen, aber nicht einschritten. Einzelne geständige Angeklagte wurden bereits zu Bewährungsstrafen und Geldbußen verurteilt.

Bei fünf weiteren Angeklagten ist aus unterschiedlichen Gründen noch in der Schwebe, wann ihr Prozess beginnen wird: Bei drei von ihnen könne man aus gesundheitlichen Gründen noch keine Termine festsetzen, schilderte der Gerichtssprecher. Einen Sozialbetreuer, der als rechte Hand des Heimleiters galt, habe der Amtsarzt nun aber als verhandlungsfähig eingestuft. Und einem Angeklagten - sein Fall war aus formalen Gründen vom Hauptverfahren abgetrennt worden - stehe ebenfalls bald der erste Prozesstag bevor.

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