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Bus- und Bahnfahrer aufgepasst: Dienstag wird gestreikt

28.09.2020 - Möglichst viele Busse und Bahnen sollen an diesem Dienstag in Nordrhein-Westfalen in den Depots bleiben. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

  • «Warnstreik» steht auf einem Transparent. Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Warnstreik» steht auf einem Transparent. Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Pendler mit Bus und Bahn müssen an diesem Dienstag mit unliebsamen Überraschungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen flächendeckenden Warnstreik aufgerufen. Dadurch könnten bereits am Morgen viele Busse und Bahnen in den Depots bleiben, weil Fahrer fehlen.

Viele Verkehrsunternehmen haben ihre Kunden bereits gewarnt und Teile des Angebots gestrichen. Nicht von dem Ausstand betroffen sind die Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn und der anderen Eisenbahngesellschaften. Nicht am Warnstreik teilnehmen werden auch Beschäftigte der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft, der Bahnen der Stadt Monheim und der Stadtwerke Gütersloh.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe haben angekündigt an, dass ab 3.00 Uhr morgens keine Stadtbahnen fahren werden und die Buslinien nur von Subunternehmen bedient würden. Es müsse mit «erheblichen Kapazitätsengpässen» und Verspätungen gerechnet werden. In Bochum soll der Nahverkehr komplett ausfallen. Fahrten durch Fremdunternehmen werde es nicht geben, teilte das Verkehrsunternehmen Bogestra mit.

Verdi fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87 000 Beschäftigte Regelungen zur Nachwuchsförderung und zur Entlastung der Beschäftigten. «Der ÖPNV befindet sich bundesweit in einer schwierigen Situation. Nach 20 Jahren Sparkurs auf dem Rücken der Beschäftigten sind die Grenzen der Belastbarkeit erreicht», so Verdi-Vizechefin Christine Behle.

«Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen. Uns bleibt daher nur der Warnstreik, um ein deutliches Signal zu senden, wie ernst die Lage ist», so Behle.

Trotz steigender Fahrgastzahlen seien in den letzten 20 Jahren 15 000 Stellen abgebaut worden. Folgen seien hohe Krankheitsquoten in den Betrieben und fehlender Nachwuchs. Es sei wegen des Warnstreiks bundesweit mit massiven Beeinträchtigungen im Nahverkehr zu rechnen. Man bedauere die Einschränkungen für die Fahrgäste sehr.

Die Arbeitgeber hatten den Streikaufruf der Gewerkschaft als «Anschlag auf die Allgemeinheit» kritisiert. Es sei «nicht hinnehmbar, dass die Bürger nun auch noch im Nahverkehr unter den Warnstreiks der Gewerkschaft leiden müssten. Verdi konterte, die Arbeitgeber hätten mit ihrer Weigerung, über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag zu verhandeln, «den Streik provoziert».

Verdi verlangt bundesweit einheitliche Regelungen beim Ausgleich von Überstunden und den Zulagen für Schichtdienste. Auf Länderebene wird zudem laut Verdi über Verbesserungen im Bereich der Arbeitszeitregelungen und der Eingruppierung verhandelt. In NRW gehe es dabei um die Arbeitsbedingungen von 30 000 Beschäftigten.

Die kommunalen Arbeitgeber warfen der Gewerkschaft vor, sie wolle auf Bundes- und Landesebene «zum Teil die gleichen Themen verhandeln». Das habe man abgelehnt.

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