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Ehemann erstochen: Angeklagte legt Geständnis ab

27.05.2019 - Eine Frau ersticht ihren Ehemann. Sie will ihn in flagranti mit einer Anderen erwischt haben. Seit Montag steht die 44-Jährige in Bochum vor Gericht - und gibt alles zu.

  • Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bochum (dpa/lnw) - Mit einem Geständnis hat am Bochumer Schwurgericht der Prozess um einen tödlichen Ehestreit begonnen. Angeklagt ist eine 44-jährige Frau aus Witten. Sie hat zugegeben, ihren Mann im November 2018 in ihrer gemeinsamen Wohnung erstochen zu haben. «Ich habe ihn halbnackt mit einer anderen Frau angetroffen - in enger Umarmung», sagte die aus Kasachstan stammende Deutsche den Richtern. Der 45-Jährige hatte laut Anklage keine Chance. Die Klinge des Messers habe sich direkt in sein Herz gebohrt. Nach der Bluttat hatte die Angeklagte die Polizei gerufen und sich festnehmen lassen. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Das Paar war 23 Jahre lang verheiratet. Im vergangenen Jahr soll es jedoch eine Krise gegeben haben. «Ich habe gedacht, dass es in seinem Leben eine andere Frau gibt», sagte die Angeklagte im Prozess. Deshalb habe sie eigentlich ausziehen und sich scheiden lassen wollen. Davon habe ihr Mann aber noch nichts gewusst.

Die 44-Jährige will die Geliebte ihres Mannes nach eigenen Angaben sofort aus der Wohnung geworfen haben. «Sie hatte nur noch eine Jeans und einen BH an», sagte sie im Prozess. Staatsanwaltschaft und Polizei haben die Frau allerdings bis heute nicht ausfindig machen können. Als Zeugin steht sie deshalb nicht zur Verfügung.

Das Paar war im Jahr 2000 von Kasachstan nach Deutschland übergesiedelt. Er war Gabelstaplerfahrer, sie Reinigungskraft. Die Staatsanwaltschaft geht von einer hochgradig emotionalen Affekttat aus. In der Anklage ist bereits von verminderter Schuldfähigkeit die Rede.

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