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Entwarnung nach Bombendrohung gegen Moschee in Duisburg

22.07.2019 - Eine Serie von Bombendrohungen gegen Moschee-Gemeinden schreckt auf - diesmal ist Duisburg betroffen. Nach rund vier Stunden gibt die Polizei Entwarnung. Unterzeichnet ist die Drohmail von «Combat 18».

  • Die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh ist nach einer Bombendrohung am Montag geräumt worden. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh ist nach einer Bombendrohung am Montag geräumt worden. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Duisburg (dpa/lnw) - Die Ditib-Moschee in Duisburg ist nach einer Bombendrohung am Montag geräumt und durchsucht worden - nach vier Stunden gab die Polizei Entwarnung. Am Vormittag sei beim Vorstand der Merkez-Moschee eine E-Mail eingegangen, in der Unbekannte mit der Zündung einer Bombe am Nachmittag drohten, teilte die Polizei mit. Das Schreiben war mit «Combat 18» unterzeichnet. «Combat 18» ist ein gewaltbereites rechtsextremes Netzwerk, das in mehreren Ländern in Europa aktiv ist.

Man habe sämtliche Räume evakuiert, das Gelände abgesperrt - und nach intensiver Durchsuchungsaktion auch mit einem Sprengstoffspürhund keine verdächtigen Gegenstände gefunden, so die Polizei.

In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Bombendrohungen gegen Moscheen gegeben - zuletzt in Iserlohn und gegen die Kölner Ditib-Zentralmoschee, den bundesweit größten Moscheekomplex. In beiden Fällen gaben die Ermittler nach umfangreichen Durchsuchungen Entwarnung. Eine Sprecherin der Duisburger Moschee sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Drohmail sei zwar ein Schock gewesen, die Moschee sei aber ruhig geräumt worden und niemand zu Schaden gekommen.

Wer hinter der Drohung steckt, wird nun ermittelt. In Köln war die ebenfalls auf Deutsch verfasste Drohmail laut Ditib-Bundesverband mit «Volksfront» unterzeichnet gewesen - eine aus den USA stammende rechtsextreme Organisation, die sich 2012 offiziell aufgelöst hatte.

Das Sicherheitsempfinden in vielen der 857 Ditib-Gemeinden in Deutschland sei empfindlich gestört, hatte der Vorsitzende des Ditib-Bundesverbands, Kazim Türkmen, jüngst betont. Man hoffe auf «Solidarität und Beistand». Der Staatsschutz in Duisburg nahm die Ermittlungen auf.

Die Merkez-Moschee der Ditib - Türkisch-Islamische Union - in Duisburg-Marxloh mit Platz für 1200 Betende im Kuppelsaal gilt als besonders offen und transparent. Als sie vor fast elf Jahren offiziell eingeweiht wurde, galt sie als das «Wunder von Marxloh», weil Planung und Bau zügig und ohne Streit über die Bühne gegangen waren.

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