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FDP-Chef kann sich Jamaika-Koalition mit Laschet vorstellen

26.02.2020 - Berlin (dpa) - FDP-Chef Christian Lindner sieht im Machtkampf um den CDU-Vorsitz Pluspunkte für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. «Laschet hat im Unions-internen Wettbewerb einen Vorteil: Er ist kein Flügel-Mann und kann zudem gemeinsam mit Jens Spahn die volle Bandbreite der Union abdecken», sagte Lindner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Lindner machte zudem deutlich, dass er sich ein künftiges Regierungsbündnis von Union, Grünen und FDP unter einem Kanzler Laschet vorstellen kann. «Ich traue Armin Laschet zu, Kanzler einer Jamaika-Koalition zu werden», sagte er.

  • Christian Lindner, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und Parteivorsitzender. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Christian Lindner, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und Parteivorsitzender. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Erstens pflegt er zu FDP und Grünen gleichermaßen Kontakte - anders als Angela Merkel, die einseitig die Grünen hofiert hat», argumentierte Lindner. «Zweitens haben wir Laschet als Ministerpräsidenten kennengelernt, der jedem Partner seine Erfolge gönnt.» Nach der Bundestagswahl 2017 hatte die FDP Gespräche mit Union und Grünen über die Bildung einer Jamaika-Koalition platzen lassen. In Umfragen auf Bundesebene sind die Grünen derzeit so stark, dass theoretisch auch ein schwarz-grünes Bündnis ohne die FDP eine Mehrheit haben könnte. Laschet regiert NRW in einer schwarz-gelben Koalition.

Lindner sagte, Laschet orientiere sich daran, «die CDU aus ihrer Mitte heraus stark zu machen - im besten Sinn in der Tradition von Helmut Kohl». Mit Blick auf Laschets Konkurrenten im Wettbewerb um den CDU-Vorsitz äußerte sich Lindner dagegen warnend. «Friedrich Merz spricht vor allem über den Wettbewerb mit der AfD. Das ist verdienstvoll, könnte aber frühere Merkel-Wähler in die Arme der Grünen treiben. Am Ende landet man bei Grün-Rot-Rot.» Zum dritten Bewerber Norbert Röttgen sagte Lindner: «Wer wie Norbert Röttgen nur von Schwarz-Grün träumt, wird am Ende gleich mit Grün-Rot-Rot aufwachen.»

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