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Fast drei Jahre Haft für raffinierten Trickbetrugsversuch

20.04.2020 - Weil immer mehr Menschen die Maschen der Trickbetrüger kennen, versuchen die es nun mit einer raffinierten, neuen Kombination zweier bekannter Tricks. Doch eine Komplizin landete dafür im Gefängnis.

  • Telefonhörer vor Plakat der Polizei: «Achtung: Hier spricht nicht die Polizei». Foto: Martin Gerten/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Telefonhörer vor Plakat der Polizei: «Achtung: Hier spricht nicht die Polizei». Foto: Martin Gerten/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für eine neue, besonders raffinierte Masche von Trickbetrügern ist eine 51-Jährige in Düsseldorf zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht erließ das Urteil am Montag wegen versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Sie war beim Versuch, eine 77-Jährige mit Hilfe einer neuen Kombination des Enkeltricks und des Falsche-Polizisten-Tricks um 35 000 Euro zu bringen, gefasst worden.

Beim Prozessbeginn hatte die Angeklagte einen Schwächeanfall erlitten. Nachdem sie von Sanitätern behandelt wurde, konnte die Verhandlung aber fortgesetzt werden.

Die vorbestrafte Frau gehörte nach Überzeugung des Gerichts einer Bande an, die versucht, Senioren auszunehmen. Über ihren Anwalt hatte die 51-Jährige ein Geständnis abgelegt. Sie habe für 500 Euro Honorar die Beute abholen wollen, fühle sich nun aber selbst hereingelegt. Denn während die tatsächlichen Täter frei seien, sitze nur sie im Gefängnis.

Sie sei in Polen von einem flüchtigen Bekannten gebeten worden, gegen das Honorar ein «Paket» abzuholen. Man habe ihr die Fahrt nach Deutschland bezahlt und ein einfaches Handy gegeben, mit dem sie die Anweisungen der Hintermänner entgegen genommen habe.

Vor der neuen Betrugsmasche hatte die Düsseldorfer Polizei Anfang März nach der Festnahme der 51-Jährigen gewarnt. Sie war den Ermittlern ins Netz gegangen, weil eine 77 Jahre alte Geschäftsfrau an der Königsallee sich nicht hinters Licht hatte führen lassen.

Kurz nach dem Anruf ihres angeblichen Enkels, der 35 000 Euro für den Kauf eines Autos leihen wollte, war die 77-Jährige von einer vermeintlichen Polizistin angerufen und gebeten worden, zum Schein auf die erbetene Geldübergabe einzugehen. Die Polizei habe das Telefonat mit dem falschen Enkel mitgehört und wolle die Betrüger so fassen. Doch auch die angebliche Polizistin zählte zu den Betrügern.

Die Seniorin spielte mit, verständigte aber über den Notruf die richtige Polizei. Die nahm die 51-Jährige bei der geplanten Geldübergabe fest. Als die 51-Jährige eine Zivilbeamtin hinter der 77-Jährigen bemerkte, hatte sie sich umgedreht und zu flüchten versucht. Sie war aber festgenommen worden, bevor sie mit einem Taxi davonfahren konnte. Der Staatsanwalt hatte drei Jahre und fünf Monate Haft gefordert.

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