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Frau mit 29 Stichen getötet: Anklage wegen Totschlags

07.05.2020 - 29 Mal soll ein Mann in Borken am Neujahrsmorgen auf seine Ex-Partnerin eingestochen und sie damit getötet haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Münster Anklage gegen den 59-Jährigen wegen Totschlags erhoben. Der Mann soll in der Silvesternacht seine ehemalige Lebensgefährtin in ihrer Wohnung nach einem Streit geschlagen und gewürgt haben. Anschließend soll er mit einem Küchenmesser auf die 52-Jährige eingestochen haben. Als sich das Messer verbogen hatte, soll er noch ein anderes Messer genommen und damit weiter zugestochen haben. Die Frau starb noch in der Wohnung.

  • Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die Beziehung war in den letzten Jahren offensichtlich sehr problembehaftet», erklärte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Mehrfach sei es zu Trennungen und Versöhnungen gekommen. Der Angeschuldigte sei wiederholt aus- und wieder eingezogen.

Mitte November 2019 habe die Frau dann einen weiteren Trennungsentschluss gefasst, dem Mann aber gestattet, zeitweise in der Wohnung zu übernachten. «Möglicherweise beabsichtigte die Frau, die Beziehung zu einem anderen Partner aufzunehmen beziehungsweise fortzusetzen.» Am Silvesterabend soll der Mann den Wohnungsschlüssel zurückgefordert haben. Darüber seien die beiden - nach vorherigem Alkoholkonsum - offensichtlich in einen Streit geraten.

Die gemeinsame, sechsjährige Tochter war während des Streits in der Wohnung. «Es ist nicht auszuschließen, dass sie Einzelheiten mitbekommen hat.» Sie sei körperlich unverletzt und befinde sich in familiärer Obhut.

In seiner Vernehmung gab der Mann an, sich nur an einen Streit erinnern zu können. Die Staatsanwaltschaft hat bislang nach eigenen Angaben keine Hinweise darauf, dass er vermindert schuldfähig war. Der Mann war noch in der Tatnacht festgenommen worden. Nachbarn hatten die Polizei gerufen. Als er den Beamten die Tür öffnete, soll er Blutspuren am Körper gehabt haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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