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Galeria Karstadt Kaufhof: Verdi will weitere Häuser retten

27.06.2020 - Können doch noch einige Warenhäuser von der Schließungsliste gerettet werden? Die Gewerkschaft Verdi fordert die Immobilienvermieter zu einer größeren Verhandlungsbereitschaft auf. Auch die Kommunalpolitik will Druck machen, damit mehr Standorte erhalten werden.

  • Betriebsräte von Galeria Karstadt Kaufhof demonstrieren vor einer Filialen in Dortmund. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Betriebsräte von Galeria Karstadt Kaufhof demonstrieren vor einer Filialen in Dortmund. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Gewerkschaft Verdi will weitere Warenhäuser beim angeschlagenen Handelskonzern Galeria Kaufhof Karstadt retten und bekommt dabei auch Unterstützung von der Kommunalpolitik. «Wir setzen alles daran, dass wir noch einen Teil der geplanten Schließungen verhindern und damit auch Arbeitsplätze retten können», sagte Verdi-Verhandlungsführer Orhan Akman der «Rheinischen Post» (Samstag).

Gleichzeitig forderte Akman größere Verhandlungsbereitschaft der Vermieter: «Sie müssen aus der Deckung kommen und nicht pokern. Sie haben jahrelang zum Teil mit überteuerten Mieten gut kassiert und tragen nun eine Mitverantwortung dafür, dass Innenstädte nicht veröden.»

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) kündigte an, René Benko als Eigentümer des Kaufhaus-Konzerns zu einem Gespräch in die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen zu bitten. «Ich bin guter Hoffnung, dass wir eine gute Lösung für die Beschäftigten, das Unternehmen und die Stadt finden werden», teilte er auf Facebook mit nach einer Beratung mit Mitgliedern der Betriebsräte der von Schließung bedrohten Filialen sowie mit Gewerkschaftsvertretern.

«Schnell kam man überein, gemeinsam mit aller Kraft für den Erhalt der Arbeitsplätze der rund 300 betroffenen Mitarbeiter vom Kaufhof am Wehrhahn, dem Karstadt und Karstadt Sports zu kämpfen», betonte Geisel zu dem Treffen mit den Arbeitnehmervertretern.

Der Handelsriese musste angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen. Zuletzt hatte er angekündigt, 62 von 172 Warenhäusern zu schließen und mehrere Tausend Jobs zu streichen. Bei Karstadt Sports sollen 20 von 30 Filialen aufgegeben werden.

Der österreichische Mutterkonzern Signa will 366 Millionen Euro als Sanierungsbeitrag in die Hand nehmen, wie ein Sprecher bestätigte. Allein 200 Millionen Euro sollen als Mietzuschuss gezahlt werden.

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