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Gewerkschaftschef: Steinkohle-Aus Vorbild für Branchen

16.12.2018 - Bottrop (dpa) - Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, sieht den mit Milliardenhilfen abgefederten Ausstieg aus der Steinkohle als Vorbild für den Strukturwandel in anderen Branchen. «Wir haben dafür gesorgt, dass niemand ins Bergfreie gefallen ist», sagte Vassiliadis anlässlich der Stilllegung der letzten deutschen Steinkohlezeche an diesem Freitag (21. Dezember) in Bottrop. Das sei «eine soziale Errungenschaft, die nicht hoch genug geschätzt werden kann». Das müsse auch «Leitsatz für die Gestaltung aller industriellen und strukturpolitischen Transformationen der Zukunft sein».

  • Die Zufahrt zur Zeche Prosper-Haniel und den Förderturm. Foto: Roland Weihrauch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Zufahrt zur Zeche Prosper-Haniel und den Förderturm. Foto: Roland Weihrauch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Steinkohlenbergbau sind Zehntausende Arbeitsplätze ohne Entlassungen abgebaut worden. Allein in den vergangenen 20 Jahren wurden nach Angaben des Bergbaukonzerns RAG rund 85 000 Stellen gestrichen. Rund 45 000 Mitarbeiter gingen in den Vorruhestand. Bergleute können nach 25 Jahren unter Tage mit 50 Jahren Rente beantragen.

Vassiliadis verteidigte auch die Subventionen, mit denen die hohen Förderkosten in Deutschland ausgeglichen wurden. Seit dem Beginn der staatlichen Förderung 1960 seien im Schnitt etwas mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr in die deutsche Steinkohle geflossen. «Soviel zahlen wir Stromkunden an EEG-Umlage heute pro Monat», betonte der Gewerkschaftsvorsitzende.

Mit der Schließung der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop wird am Freitag der Steinkohlebergbau in Deutschland endgültig eingestellt. An einer Abschlussveranstaltung auf dem Zechengeländer werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker teilnehmen.

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