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Grüne: Start der Impfterminvergabe ist «Voll-Katastrophe»

25.01.2021 - Die Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen Grünen, Mona Neubaur, sieht den Start der Terminvergabe für Corona-Impfungen als «Voll-Katastrophe». Jetzt müsse dringend nachgesteuert werden, damit ausreichend Server-Kapazitäten zur Verfügung stünden, forderte Neubaur am Montag in Düsseldorf.

  • Mona Neubaur, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Marcel Kusch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mona Neubaur, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Marcel Kusch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am Morgen hatte es bei der Terminvergabe Probleme gegeben: Beide Hotline-Telefonnummern sowie die Webseite www.116117.de waren zunächst nicht erreichbar. Seit Montag können zu Hause lebende über 80-Jährige in NRW theoretisch einen Termin vereinbaren, um ab dem 8. Februar in Impfzentren mit einer Dosis versorgt zu werden.

Neubaur forderte, alten Menschen auch die Möglichkeit zu bieten, sich beim Hausarzt impfen zu lassen. Dies würde ihnen mehr Sicherheit und Vertrauen geben, betonte die Grüne. Schließlich habe der Pharma-Hersteller Biontech kürzlich darüber informiert, dass sein Impfstoff durchaus innerhalb einiger Stunden verwendet werden könne, auch wenn es in dieser kurzen Zeitspanne keine Kühlung bei minus 70 Grad gebe. Dann könnten etwa «Impf-Nachmittag» bei Hausärzten angeboten werden, statt zentrale Impfzentren derzeit wie «Waschstraßen ungenutzt und von den Kommunen bezahlt vorzuhalten», sagte Neubaur.

Wenn sich wegen der Lieferschwierigkeiten der Pharma-Hersteller die Hoffnung auf zügiges Impfen nicht erfülle, müsse jetzt offen gesagt werden, wo nicht seriös mit Lockerungen gerechnet werden könne, beziehungsweise wo Schutzmaßnahmen mit Blick auf die gefährlicheren Coronavirus-Mutanten sogar noch zu verstärken seien.

Neubaur forderte darüber hinaus, dass die Wirtschaftshilfen jetzt endlich kurzfristig und unbürokratisch ausgezahlt werden. Sogenannte November-Hilfen, die selbst im Januar noch nicht ausgezahlt werden, seien ein weiterer Beitrag zum Vertrauensverlust der Bürger in die Politik.

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