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Hund in heißem Auto eingesperrt: Halter muss Bußgeld zahlen

17.10.2018 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Weil er seine Hündin an einem heißen Tag im Auto eingesperrt hat, muss ein Düsseldorfer 600 Euro Bußgeld zahlen. Der 82-Jährige ließ seinen Einspruch gegen das vom Ordnungsamt verhängte Bußgeld am Mittwoch vor dem Amtsgericht Düsseldorf fallen. Er zeigte sich aber weiter uneinsichtig. «Der Hund ist mein Ein und Alles, ich würde den Hund nicht leiden lassen», rechtfertigte sich der Mann in der Verhandlung.

  • Das Land- und Amtsgericht in Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Land- und Amtsgericht in Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Passant hatte Hündin Charlotte am 19. April in dem Auto an der Königsallee bei etwa 27 Grad Außentemperatur bemerkt. Der Wagen war laut Protokoll am frühen Nachmittag in der Sonne geparkt. Polizisten öffneten das Auto und holten den apathisch wirkenden Hund heraus. Draußen habe sich das Tier allmählich erholt. Ein Tierarzt erklärte am Mittwoch in der Verhandlung, die Schilderungen wiesen darauf hin, dass die Hündin kurz vor einem Hitzekollaps gewesen sei.

Der 82-Jährige räumte zwar ein, das Tier in seinem Wagen gelassen zu haben, während er mit seiner Frau etwas essen ging. Allerdings habe er alle Fenster im Auto geöffnet. Zudem sei die acht Jahre alte Hündin keine halbe Stunde im Wagen eingesperrt gewesen.

Die Richterin wies ihn darauf hin, dass er selbst laut Protokoll erst mehr als 30 Minuten nach Eintreffen der Polizei am Auto aufgetaucht sei. Wichtiger als der genaue zeitliche Ablauf sei auch, dass ein Auto kein geeigneter Ort sei, um einen Hund warten zu lassen.