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Impfstart an Krankenhäusern

18.01.2021 - Am Montag hat in NRW die zweite Impfwelle begonnen: Krankenhaus-Mitarbeiter, die besonders coronagefährdet sind, werden gepikst. Außerdem wird daran gearbeitet, bestimmte Menschen zu Hause zu impfen. Die Infektionszahlen sinken - sind aber noch zu hoch.

  • Ein Schild mit der Aufschrift «Zur Anmeldung für die Covid-19 Impfung» im Universitätsklinikum Essen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit der Aufschrift «Zur Anmeldung für die Covid-19 Impfung» im Universitätsklinikum Essen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am Anfang war Applaus: Man solle abends am offenen Fenster für die Ärzte und Pfleger klatschen, die sich um die Corona-Patienten kümmern, hieß es zu Beginn der Pandemie im Frühjahr. Jetzt bekommen alle, die an vorderster Front gegen die Folgen des Virus kämpfen, neben Wertschätzung auch den entscheidenden Piks: Nach der Versorgung der Pflegeeinrichtungen hat am Montag die zweite Impfstufe in Nordrhein-Westfalen begonnen. Das besonders gefährdete Personal in den Krankenhäusern soll bis Ende des Monats ein Impfangebot erhalten. Das betrifft etwa 100 000 Menschen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) machte in Düsseldorf deutlich, dass es auf den Corona-Stationen nicht nur um Ärzte und Pfleger gehe. Auch das dort eingesetzte Reinigungspersonal solle einbezogen werden. Außerdem würden Klinik-Mitarbeiter beispielsweise in den Notfallaufnahmen angesprochen. «Wir setzen in NRW darauf, dass wir die Menschen nicht überreden wollen», sagte Laumann zu dem Impfangebot bei einem Termin in der Uniklinik Essen. Es solle kein Druck ausgeübt werden. An der Uniklinik Düsseldorf zählten auch Hebammen und Gynäkologen zu den ersten 320 Empfängern der Impfung.

Bis zum Wochenende sollen in NRW alle Menschen in Altenheimen, die sich dazu bereiterklärt haben, einmal durchgeimpft sein. Bislang seien hier rund 300 000 Menschen geimpft worden. Die Impfquote in den stationären Einrichtungen sei «sehr zufriedenstellend», sagte Laumann bei einer Online-Pressekonferenz in Düsseldorf. In der Frage, ob eine Hälfte der gelieferten Dosen für die unerlässliche Zweitimpfung zurückgelegt oder alles sofort verbraucht werden sollte, sei er entsprechend der bisherigen Linie sehr konservativ. Das Schlimmste wäre, wenn am Ende wegen Lieferengpässen nicht genug für die Zweitimpfung zur Verfügung stehe, mahnte er. Noch in dieser Woche werde mit ersten Zweitimpfungen in Altenheimen begonnen.

Laumann will bis zum Dienstagabend gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen ein Konzept vorlegen, wie der Impfstoff Menschen, die nicht mehr mobil seien, zu Hause verabreicht werden könnte. «Es gibt Fälle, wo es besser ist, dass der Doktor kommt, als dass wir Menschen zum Doktor bringen», sagte Laumann in der Online-Pressekonferenz. Das Unternehmen Biontech habe ihm am Wochenende mitgeteilt, dass deren Impfstoff auch in Einzeldosen unter bestimmten Voraussetzungen für eine gewisse Zeit transportfähig sei. «Wenn wir die Möglichkeit haben, häuslich zu impfen, werden wir öffentlich informieren.»

Die Corona-Infektionszahlen seien in NRW noch auf einem zu hohen Niveau - trotz sinkender Tendenz. «Kontinuierlich entschärft sich die Situation», erklärte Laumann. Bis auf die Stadt Bielefeld liege keine kreisfreie Stadt und kein Kreis derzeit bei der 7-Tage-Inzidenz über dem Wert von 200. In den vier Kreisen Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und dem Oberbergischen, die vergangene Woche noch über der 200er-Schwelle gelegen hatten, seien die Werte inzwischen stabil und deutlich darunter. Für die vier Kreise wurde die Bewegungseinschränkung in Form der 15-Kilometer-Regel um den Wohnort zum 19. Januar aufgehoben.

Laumann wollte sich vor den am Dienstag anstehenden vorgezogenen Bund-Länder-Beratungen nicht mit NRW-Forderungen positionieren. Die Ministerpräsidenten hätten bei ihren Beratungen mit der Kanzlerin Vieles «in einem Gesamtzusammenhang auch mit der Mutation des Virus aus England einfach neu zu bewerten». In NRW gebe es bislang «zwischen 10 und 15 nachgewiesene Fälle» mit Corona-Mutationen.

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