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Innenminister präsentiert Konsequenzen für Polizeiarbeit

18.06.2019 - Wie können sexueller Missbrauch und Kinderpornografie stärker bekämpft werden? Innenminister Reul will Konsequenzen aus dem Fall Lügde präsentieren - und Fehler in der Vergangenheit benennen.

  • Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) will heute die Konsequenzen für die Polizeiarbeit aus dem Missbrauchsfall von Lügde präsentieren. Dabei geht es vor allem um organisatorische Abläufe bei der NRW-Polizei, um die Ausbildung und Technik, wie das Innenministerium vorab mitteilte. Ausgangspunkt ist eine Überprüfung, wie Ermittlungen in Fällen von sexuellem Missbrauch an Kindern und Kinderpornografie bisher geführt wurden.

Auf dem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg zahlreiche Kinder schwer sexuell missbraucht worden sein. Die Staatsanwaltschaft hat drei Männer angeklagt. Dem 56-jährigen Hauptverdächtigen wirft sie in der Anklage 293 Fälle vor. Demnach soll sich der Mann unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen, schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie dem Besitz von kinderpornografischen Schriften verantworten. Der Prozess soll Ende Juni beginnen. Eine vierte Anklage wird derzeit vom Amtsgericht Detmold geprüft.

Polizei und Jugendämter stehen in dem Fall in der Kritik. Sie sollen Hinweisen auf den Hauptverdächtigen nicht nachgegangen sein. Auch bei den Ermittlungen gab es Pannen, unter anderem sind Beweismittel verschwunden.

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