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Invictus Games in Düsseldorf? Entscheidung steht kurz bevor

27.12.2019 - Düsseldorf macht sich Hoffnung auf die Invictus Games, bei der kriegsversehrte Soldaten gegeneinander antreten. In gut zwei Wochen soll sich entscheiden, ob die von Prinz Harry initiierten Spiele 2022 an den Rhein kommen. Der Bund würde die Millionen-Kosten tragen.

  • Prinz Harry lächelt auf der Eröffnungsfeier der Invictus Games in Toronto. Foto: Danny Lawson/Press Association/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Prinz Harry lächelt auf der Eröffnungsfeier der Invictus Games in Toronto. Foto: Danny Lawson/Press Association/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf (dpa/lnw) - Kommt der britische Prinz Harry mit den Invictus Games 2022 nach Düsseldorf? Ob die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt oder Mitbewerber Victoria (Kanada) den Zuschlag bekommt, soll offenbar bald entschieden werden. «Wir hoffen auf eine Entscheidung Mitte Januar», sagte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Die Invictus Games sind ein paralympischer Wettbewerb für im Einsatz verletzte Soldatinnen und Soldaten.

Eine Delegation mit Verteidigungs-Staatssekretär Peter Tauber (CDU) und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hatte sich im September in London bei der Invictus Games-Stiftung um die Ausrichtung der paralympischen Wettbewerbe beworben. Die Vorstellung sei «begeistert aufgenommen» worden, so die Ministeriumssprecherin: «Nun sind wir froher Hoffnung.»

Der Leiter der kanadischen Delegation, Peter Lawless, sagte Anfang Dezember dem Lokalmedium «Victoria News», dass seine Bewerbung eigentlich kaum zu toppen sei - «allerdings war Deutschland noch nie Gastgeber der Spiele. Daher wird es eine schwere Entscheidung.» 2017 waren die Invictus Games im kanadischen Toronto zu Gast.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) sagte der dpa: «Düsseldorf sieht der Entscheidung der Invictus Games-Foundation Mitte Januar mit einer großen Portion Zuversicht und viel Sportsgeist entgegen: Wir werden die Teilnehmenden an den Spielen und die Besucher aus allen Teilen der Welt mit offenen Armen hier empfangen.»

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt sieht die Invictus Games nach eigenen Angaben als «Meilenstein» für eine mögliche NRW-Olympia-Bewerbung für das Jahr 2032. Für Düsseldorf entstünden durch die Spiele keine Kosten - die würden vom Bund getragen. Wie viel Geld das sein würde, ist bisher nicht bekannt. Die kanadischen Bewerber hatten aus ihrer Sicht von umgerechnet 27 Millionen Euro gesprochen - die etwa zu einem Drittel von Sponsoren und Spendern erbracht würden.

Die Kanadier gingen dabei von 3000 Gästen aus. Dies ist auch die Kalkulation der Bundesregierung. In der Antwort auf eine Frage der Linken-Fraktion im Bundestag schrieb das Verteidigungsministerium im Sommer: «Bei den Invictus Games in 2022 werden ca. 500 Sportler aus 20 Nationen teilnehmen. Daneben werden diese durch ca. 2500 «Family and Friends» begleitet. Sie sind daher im Umfang etwa mit den Weltmeisterschaften einer großen olympischen Sportart zu vergleichen.»

Prinz Harry hatte den paralympischen Wettbewerb ins Leben gerufen. Heute ist er Schirmherr der Stiftung, die ihn ausrichtet. Die ersten Invictus Games fanden 2014 in London statt. 2020 sind sie in Den Haag. Auch aus Deutschland werden mehrere Teilnehmer dabei sein.

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