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Karnevalisten feiern trotz Alarms weiter: Feuerwehr sauer

26.01.2020 - Duisburg (dpa/lnw) - Feuerwehrleute haben sich über Gäste einer Karnevalsfeier in Duisburg empört, die einen Feueralarm ignoriert und sorglos weiter gefeiert haben sollen. Beim Funkenball hatte am Samstagabend eine Brandmeldeanlage ausgelöst, die Feuerwehr rückte mit zwei Löschfahrzeugen aus. Einsatzkräfte kontrollierten die Räume, während der Ball im Saal weiterging. «Der Einsatzleiter forderte die Leute auf, den Saal zu verlassen, da man nicht wissen konnte, ob es ein Feuer gab. Die Aufforderung wurde aber ignoriert, die Gäste blieben sitzen», sagte ein Feuerwehrsprecher. Zuvor hatte die «WAZ» über den Streit berichtet.

  • Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr steht mit eingeschaltetem Blaulicht an der Feuerwache. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr steht mit eingeschaltetem Blaulicht an der Feuerwache. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Karnevalsgesellschaft sprach von einem Kommunikationsproblem. «Man konnte den Alarm während des Bühnenprogramms mit lauter Musik kaum hören. Die meisten Gäste dürften nichts davon mitbekommen haben», sagte der Präsident der Karnevalsgesellschaft Rote Funken, Thomas Knabner, am Sonntag auf Anfrage. «Niemand hat sich einer solchen Aufforderung bewusst oder böswillig verweigert. Es kamen drei Feuerwehrleute in den Saal und gingen kurz darauf wieder. Da haben die Gäste keinen Anlass zur Beunruhigung gesehen.» Eine Aufforderung zur Evakuierung habe er nicht gehört.

Ausgelöst worden war der Brandalarm durch Nebel aus einer Effektmaschine. «Als klar war, dass es kein Feuer gibt, haben wir die Räumung des Saals auf sich beruhen lassen und sind wieder eingerückt», sagte der Feuerwehrsprecher. «Richtig war das Verhalten der Feiernden aber nicht.» Er betonte: «Wir sind ja für die Sicherheit der Menschen da und wollen niemanden willkürlich vom Feiern abhalten. Aber wir erwarten in einer Gefahrensituation Respekt und Akzeptanz gegenüber unseren Entscheidungen und Anordnungen.»

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