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Kartellamt verhängt Bußgelder gegen Stahlschmieden

04.02.2021 - Das Bundeskartellamt hat gegen drei Stahlschmieden und zwei Manager Bußgelder in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro verhängt. Die Automobilzulieferer hätten jahrelang mit anderen europäischen Schmiedebetrieben Daten über Kostensituation, Preisgestaltung und die Verhandlungen mit Lieferanten und Kunden ausgetauscht, teilten die Wettbewerbshüter am Donnerstag mit. Betroffen sind zwei zur indischen Bharat Forge Gruppe gehörende Schmieden aus Ennepetal (Nordrhein-Westfalen) sowie ein Unternehmen aus Bad Sobernheim (Rheinland-Pfalz).

  • Das Schild des Bundeskartellamtes in Bonn. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Schild des Bundeskartellamtes in Bonn. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Firmen wollten laut Kartellamt durch die unzulässigen Absprachen erreichen, dass sie Kostensteigerungen möglichst vollständig an ihre Kunden weitergeben konnten, ohne von der Konkurrenz unterboten zu werden. Die Ermittlungen waren durch einen Kronzeugenantrag eines weiteren Schmiedeunternehmens ausgelöst worden. Bei der Höhe des Bußgelds sei berücksichtigt worden, dass die Unternehmen umfassend mit dem Bundeskartellamt kooperiert hätten. Die Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen die ausländischen Schmiedebetriebe hatte das Bundeskartellamt aus Ermessensgründen kein Verfahren eingeleitet.

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