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Kohls Witwe beginnt neues Verfahren gegen Kohls Ghostwriter

22.05.2019 - Maike Kohl-Richter lässt nicht locker. Am Mittwoch beginnt sie ein neues Verfahren gegen den Ghostwriter des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl. Dabei soll gleich am ersten Tag ein prominenter Zeuge auftreten.

  • Anwälte stehen hinter dem Buch «Vermächtnis - Die Kohl Protokolle» des Journalisten Heribert Schwan. Foto: Oliver Berg/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Anwälte stehen hinter dem Buch «Vermächtnis - Die Kohl Protokolle» des Journalisten Heribert Schwan. Foto: Oliver Berg/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Köln (dpa/lnw) - Die Witwe von Helmut Kohl, Maike Kohl-Richter, beginnt heute ein neues Gerichtsverfahren gegen den Journalisten Heribert Schwan. In der Verhandlung soll Kohls jüngerer Sohn Peter Kohl als Zeuge gehört werden.

Nach Angaben des Landgerichts Köln will die 55-jährige Kohl-Richter weitere Textstellen aus Schwans Buch «Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle» verbieten lassen. Außerdem möchte sie vom Verlag Random House wissen, welche Gewinne mit dem Bestseller erzielt worden sind. Anschließend könnte sie gegebenenfalls auf Schadenersatz klagen.

Das Buch «Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle» erschien 2014. Es enthielt zahlreiche kritische Äußerungen des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl über andere Politiker. Diese Zitate stammten aus Tonbandmitschnitten von Gesprächen, die Kohl zur Vorbereitung seiner Memoiren mit Schwan als seinem Ghostwriter geführt hatte. Vor Fertigstellung des letzten Bandes zerstritten sich die beiden. Daraufhin schrieb Schwan auf eigene Faust das «Vermächtnis»-Buch mit Zitaten, die Kohl nicht zur Veröffentlichung freigegeben hatte.

Der CDU-Politiker verklagte Schwan und erstritt eine Rekord-Entschädigung von einer Million Euro. Bevor das Urteil jedoch rechtskräftig werden konnte, starb Kohl im Juni 2017. Ein Jahr später urteilte das Oberlandesgericht Köln, dass der Geldanspruch nicht auf seine Witwe vererbbar ist. Das Gericht bestätigte aber das Verbot von 116 Textstellen und kritisierte eine «Fülle von Fehlzitaten und Kontextverfälschungen».

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