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Kommission soll in Raubkunst-Streit um «Füchse» vermitteln

21.08.2018 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Im jahrelangen Streit zwischen der Stadt Düsseldorf und jüdischen Erben um ein millionenschweres Gemälde von Franz Marc soll die beratende Kommission vermitteln. Beide Seiten erklärten sich bereit, die Kommission für Raubkunstfälle anzurufen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Der Wert des expressionistischen Gemäldes «Füchse» (1913), das im Düsseldorfer Museum Kunstpalast ausgestellt ist, wird auf rund 14 Millionen Euro geschätzt. Bislang hatten es die Erben des einstigen Besitzers Kurt Grawi (1887-1944) abgelehnt, die Kommission einzuschalten.

  • Eine Frau betrachtet das Gemälde «Füchse» von Franz Marc. Foto: Marcel Kusch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau betrachtet das Gemälde «Füchse» von Franz Marc. Foto: Marcel Kusch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Ansicht der Stadt Düsseldorf müssen die «Füchse» nicht zurückgegeben werden, da das Bild im Ausland zu einem für damalige Verhältnisse marktgerechten Preis veräußert worden sei. Die Erben Grawis fordern die Restitution. Die Umstände des Verkaufs belegten, dass Grawi das Bild aus Not und unter dem Zwang der Verfolgung veräußert musste.