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Kurden-Demo in Köln verläuft friedlich: Weniger Teilnehmer

19.10.2019 - Köln (dpa) - Tausende pro-kurdische Demonstranten haben in Köln gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien protestiert und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Die Demonstration verlief nach Angaben der Polizei bis zur Abschlusskundgebung am Samstagnachmittag weitestgehend friedlich. Der Stadt Köln zufolge kamen deutlich weniger Teilnehmer als erwartet.

  • Ein Demonstrant trägt ein Schild «Women Defend Rojava» bei der Demonstration der Kurden in Köln. Foto: Roberto Pfeil/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Demonstrant trägt ein Schild «Women Defend Rojava» bei der Demonstration der Kurden in Köln. Foto: Roberto Pfeil/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Polizeischätzungen versammelten sich rund 10 000 Protestierende in der Kölner Innenstadt. Die Veranstalter - mehrere linke Bündnisse - hatten 15 000 Demonstrierende angemeldet. Die Polizei hatte sich mit einem Großaufgebot an Sicherheitskräften sogar auf mehr als 20 000 eingestellt - auch für die erwarteten gewaltbereiten Teilnehmer.

Die befürchtete Eskalation zwischen kurdischen Demonstrierenden und Anhängern des türkisch-nationalistischen Spektrums blieb aus. Es seien keinerlei Vorfälle dieser Art bekannt geworden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Allerdings hätten die Demonstrationszüge einige Male unterbrochen werden müssen - unter anderem wegen Feuerwerkskörpern und PKK-Rufen. Zudem sei eine Fahne mit dem Konterfei des seit Jahren inhaftierten Führers der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK eingezogen worden. Wegen solcher Vorfälle würden «vereinzelt» Anzeigen geschrieben.

Die Veranstalter forderten bei der Abschlusskundgebung von der Bundesregierung, die türkische Offensive nicht nur zu verurteilen, sondern auch konkrete Maßnahmen dagegen zu ergreifen - etwa erneut den Sicherheitsrat einzuberufen oder im Europarat auf die Türkei einzuwirken. Deutschland dürfe sich nicht «an die Seite eines Despoten stellen». Demonstrationen gegen den Militärschlag der Türkei waren auch in anderen deutschen Städten geplant.

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