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Laschet erklärt Kandidatur: Spahn will Vize werden

25.02.2020 - Berlin (dpa) - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet kandidiert für den CDU-Vorsitz. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will als sein Stellvertreter zur Wahl auf dem Sonderparteitag am 25. April antreten, wie beide Politiker am Dienstag gemeinsam vor Journalisten erklärten.

  • Jens Spahn (l), Gesundheitsminister, und Armin Laschet (beide CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sitzen bei einer Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jens Spahn (l), Gesundheitsminister, und Armin Laschet (beide CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sitzen bei einer Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Spahn sagte, seine Partei befinde sich «in der größten Krise unserer Geschichte». Die CDU habe viel Vertrauen verspielt, es sei zu wenig über Inhalte gesprochen worden und zu viel über Personalfragen und über Unterschiede innerhalb der Partei. Zu seinem Verzicht auf eine eigene Kandidatuir sagte er: «Die CDU ist größer als jeder einzelne von uns.» Die CDU müsse für einen «weltoffenen Patriotismus» stehen. «Man kann gleicheitig für Grenzschutz und für Klimaschutz sein», sagte er.

Zuvor hatte bereits vergangene Woche CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur bekanntgegeben. Am Vormittag wollte auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz erklären, dass er antritt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhr.

Kramp-Karrenbauer hatte am Montag angekündigt, dass sich mögliche Kandidaten noch in dieser Woche erklären wollen. Mit den Bewerbungen Röttgens, Laschets und von Merz steht fest, dass die CDU erneut in einer Kampfkandidatur über ihren künftigen Parteivorsitz entscheiden wird. Eine einvernehmliche «Teamlösung» mit vorherigen Absprachen scheint vom Tisch.

Laschet hat in seiner Partei die berühmte «Ochsentour» durch sämtliche Ebenen der Politik durchgezogen - vom Aachener Stadtrat über den Bundestag, das Europaparlament hin zum Düsseldorfer Landtag - bis er 2017 Ministerpräsident in NRW wurde.

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