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Leverkusener Brücke: Fehlgeleitetes Fax stiftet Verwirrung

21.01.2021 - Beim Neubau der Leverkusener Rheinbrücke ist schon das eine oder andere schief gegangen. Bei den jüngsten Turbulenzen spielte auch ein fehlgeleitetes Fax eine Rolle.

  • Die Kölner Seite der Baustelle der neuen Brücke der Autobahn A1 über den Rhein. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Kölner Seite der Baustelle der neuen Brücke der Autobahn A1 über den Rhein. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Probleme bei der Auftragsvergabe für den Neubau der Leverkusener Rheinbrücke sind unter anderem durch ein fehlgeleitetes Fax verursacht worden. Das bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln. Zuvor hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtet.

Die zur Bezirksregierung gehörende Vergabekammer Rheinland hatte bei der Auftragsvergabe für den Weiterbau der Brücke noch Prüfungsbedarf und wollte in diesem Zusammenhang ein Fax an den Landesbetrieb Straßen.NRW versenden. Die richtige Faxnummer sei aber anders als vorgeschrieben nicht auf der ersten Seite angegeben gewesen, sagte die Sprecherin.

Dadurch sei das Fax an eine falsche Nummer verschickt worden - anstatt nach Gummersbach nach Köln. Nur das Faxgerät in Gummersbach sei nach Auskunft von Straßen.NRW überwacht worden, nicht das Faxgerät der Außenstelle Köln, teilte die Bezirksregierung mit. «Dies fällt allerdings insgesamt in den Verantwortungsbereich des öffentlichen Auftraggebers, das heißt hier des Landesbetriebes Straßen.NRW», so die Bezirksregierung. Ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes, die zu Jahresbeginn Aufgaben von Straßen.NRW übernommen hat, wollte dies unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren.

Weil das Fax somit die richtige Stelle nicht erreichte, erteilte Straßen.NRW den Zuschlag für den Bauauftrag an den Stahlbauer SEH Engineering aus Hannover. Dieser Zuschlag war jedoch unwirksam, weil die unterlegene Bietergemeinschaft noch Prüfbedarf angemeldet hatte. Dieser zweite Bewerber, ein Zusammenschluss von sechs mittelständischen deutschen Bauunternehmen, sowie SEH Engineering müssen nun noch einmal neue Preisangebote vorlegen. Dadurch verzögert sich nach Angaben der Autobahn GmbH der ursprünglich für Ende Januar geplante Weiterbau der Brücke.

Die Brückenbaustelle steht seit April 2020 still. Damals hatte Straßen.NRW dem österreichischen Baukonzern Porr gekündigt. Der Grund dafür waren laut Straßen.NRW mangelhafte Stahlbauteile, die in China hergestellt worden waren. Porr wies die Vorwürfe zurück.

Die Autobahnbrücke ist Teil des stauanfälligen Kölner Autobahnrings. Die derzeitige Brücke ist derart marode, dass Lastwagen sie schon seit Jahren nicht mehr befahren dürfen und große Umwege in Kauf nehmen müssen.

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