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Kriegsverbrechen: Angeklagter bestreitet Vorwurf

26.08.2019 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein wegen Kriegsverbrechen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf angeklagter Mann aus Sri Lanka hat zu Prozessbeginn am Montag die Anschuldigungen zurückgewiesen. Weder habe er in seiner Heimat für die paramilitärische Organisation «Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE)» gekämpft, noch an der Hinrichtung von Soldaten der sri-lankischen Regierungsarmee mitgewirkt, sagte der 37-Jährige in einer rund 40-minütigen Erklärung. Die sogenannten Tamil Tigers kämpften bis zu ihrer Niederlage im Mai 2009 für einen unabhängigen Staat der Tamilen in Teilen der Republik Sri Lanka.

  • Das Wort «Oberlandesgericht» ist am Eingang in Stein gemeißelt. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Wort «Oberlandesgericht» ist am Eingang in Stein gemeißelt. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bundesanwaltschaft hat den 2012 nach Deutschland gekommenen, abgelehnten Asylbewerber als Mitglied der ausländischen terroristischen Vereinigung LTTE sowie wegen der Begehung von Kriegsverbrechen angeklagt. Ihm droht bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe. Er soll 2008 an der Hinrichtung von 15 gefangenen Soldaten der sri-lankischen Regierungsarmee mitgewirkt haben und im Jahr darauf zwei weitere Soldaten getötet und elf verletzt haben.

Die Vorwürfe beruhen auf Aussagen, die der Angeklagte 2018 bei der Polizei gemacht hatte, als er längst als Asylbewerber abgelehnt war. Er habe das gesagt, um noch ein Asylfolgeverfahren zu bekommen, erklärte er nun. «Was das für Folgen für mich haben könnte, war mir nicht klar.»

Über seinen Anwalt erklärte der 37-Jährige, er habe schon bei der Einreise nach Deutschland, als er eine Nähe zur LTTE angab, nicht korrekt ausgesagt: Um Asyl zu bekommen, habe er «ein bisschen Wahrheit und viel Erfundenes vermischt».

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