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Mann soll Ex-Frau mit Benzin übergossen und angezündet haben

14.02.2020 - Münster (dpa/lnw) - Er soll seine Ex-Frau im August 2019 in seiner Wohnung in Münster ohne Vorwarnung mit Benzin übergossen und dann angezündet haben. Am Landgericht Münster hat am Freitag der Prozess um den lebensgefährlichen Brandanschlag auf die 42-jährige Frau aus Münster begonnen. Die Staatsanwaltschaft hat den Ex-Ehemann des Opfers, einen Deutschen mit marokkanischen Wurzeln, wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Anklage geht vom Mordmerkmal der Heimtücke aus.

  • Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die sofort nach der Tat alarmierten Feuerwehrleute hatten die 42-Jährige regungslos hinter der Wohnungstür gefunden und sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Im Krankenhaus konnte dann tatsächlich das Leben der schwerst verletzten Frau gerettet werden. Die Ärzte gehen jedoch davon aus, dass das Opfer wegen der vielen schweren Narben dauerhaft entstellt bleiben wird.

Zu Prozessbeginn hat sich der 36 Jahre alte Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Stattdessen beantragte seine Verteidigerin die vorläufige Aussetzung des Verfahrens, um die korrekte Besetzung der Richterbank überprüfen zu können. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten außerdem den versuchten Mord an den übrigen Personen vor, die sich zum Tatzeitpunkt in dem Haus aufhielten. Der von ihm ausgelöste Brand sei unbeherrschbar gewesen, hieß es am Freitag.

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