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Mehrere SPD-Politiker loben Kutschaty

20.06.2019 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Mehrere SPD-Politiker des mitgliederstarken Landesverbandes Nordrhein-Westfalen haben die Bereitschaft von Thomas Kutschaty gelobt, nach dem Rücktritt von Andrea Nahles für den Parteivorsitz zu kandidieren. «Ich begrüße es, dass Thomas Kutschaty seine Bereitschaft zur Kandidatur mitgeteilt hat», sagte Karl Lauterbach, stellvertretender SPD-Fraktionschef im Bundestag, dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Donnerstag). Es werde sicherlich auch noch andere Kandidaten geben. Aber ein offenes Verfahren mit viel Transparenz sei richtig. «Dafür hat er sich ja auch immer selbst eingesetzt. Und daher ist es konsequent, dass er auch kandidiert.»

  • Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, bei einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, bei einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Bochumer Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer sagte dem «Kölner Stadt-Anzeiger»: «Es ist erfreulich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die bereit sind, für den SPD-Parteivorsitz zu kandidieren, statt immer nur zu erklären, warum sie keine Zeit haben oder warum es nicht geht.» Er fügte hinzu: «Es ist doch erstaunlich, dass sich unter sechs stellvertretenden Vorsitzenden keiner findet, der für das Amt des Vorsitzenden antreten möchte.» Er forderte eine rasche Entscheidung. «Bis Dezember können wir nicht warten.»

Mehrere Mitglieder der SPD-Landtagsfraktion, deren Vorsitzender Kutschaty ist, äußerten sich ebenfalls positiv. «Das ist seit langem die erste gute Nachricht für die SPD», sagte der Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Vize-Fraktionschef Sven Wolf erklärte: «Es gibt wieder Hoffnung.» Der Vorsitzende der SPD im Rheinkreis Neuss, Daniel Rinkert, sagte: «Thomas Kutschaty ist ein Kandidat, der gezielt auch jüngere Menschen anspricht.»

Kutschaty schließt eine Bewerbung für den Bundesvorsitz nicht aus. «Großen Herausforderungen darf man nicht hinterherlaufen, man darf aber auch nicht davor weglaufen», hatte der ehemalige Justizminister dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch) gesagt. Gefragt worden war er am Rande einer Fraktionssitzung im Düsseldorfer Landtag, ob er sich vorstellen könnte, für den Bundesvorsitz zu kandidieren. Er hat sich bisher nicht eindeutig erklärt, ob er kandidieren wird.

Bisher hat sich offiziell noch kein Bewerber für die Nachfolge der zurückgetretenen Partei- und Fraktionschefin Nahles gemeldet. Die kommissarischen Parteichefs Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Manuela Schwesig hatten erklärt, dass sie das Amt nicht anstreben.

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