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Messeveranstaltungen in NRW wegen Coronavirus verschoben

29.02.2020 - Das Coronavirus verbreitet sich in Nordrhein-Westfalen. Es gab weit mehr als 30 Erkrankte und über 1000 Menschen in häuslicher Quarantäne. Mehrere Messeveranstalter haben anstehende Termine verschoben.

  • Besucher gehen an einem Messestand vorbei. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Besucher gehen an einem Messestand vorbei. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf/Köln (dpa/lnw) - Die Ausbreitung des Coronavirus hat zunehmend Auswirkungen auf die umfangreichen Messeaktivitäten in Nordrhein-Westfalen und damit auch auf zahlreiche Hotels und Gaststätten. Nach der Kölner Eisenwarenmesse sind auch die Internationale Messe für Technologien der Metallbearbeitung in Düsseldorf und die Kölner Fitnessmesse Fibo auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden, wie die Veranstalter mitteilten. Die Düsseldorfer Messe kündigte an, neu bewerten zu wollen, ob die weiteren anstehenden Messen wie geplant stattfinden können. Das betrifft unter anderem die Beauty-Messen Beauty und Top Hair.

Das Coronavirus greift in NRW um sich. Der Kreis Heinsberg teilte am Freitagabend mit, die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierten sei auf 37 gestiegen. Patienten wurden am Freitag auch aus Düsseldorf und Bergheim gemeldet.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warnte vor Panik und Alarmismus. Allein der Kreis Heinsberg, Schwerpunkt des Virus in NRW, geht von schätzungsweise 1000 Menschen in häuslicher Quarantäne aus. Die Betroffenen hoffen, dass sich in der 14-tägigen Isolation keine Krankheitssymptome zeigen.

Der Zustand des 47-jährigen Mannes, der als erster positiv auf das Virus getestet und auf die Intensivstation der Düsseldorfer Uni-Klinik verlegt worden war, ist weiter ernst - aber habe sich nun «etwas stabilisiert», teilte die Klinik am Freitagmittag mit. Auch seine Frau (46) ist laut den Behörden infiziert und gilt als stabil. Die Kinder des Paars haben sich nicht angesteckt. Auch andere Verwandte sind gesund. Ebenfalls gut ging es Dutzenden Kindern eines Kindergartens in Gangelt, wo die 46-Jährige Erzieherin ist.

Im Kreis Heinsberg, dem westlichsten Kreis Deutschlands, kämpft weiter ein rund 100-köpfiger Krisenstab gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Schulen und Kindergärten im Kreis, in dem rund 252 000 Menschen leben, bleiben nun bis zum 6. März geschlossen. Die öffentlichen Verwaltungen öffnen ab 3. März teilweise wieder für den Publikumsverkehr. Es würden aber nur dringende Anliegen bearbeitet.

Aber auch anderenorts gibt es Auswirkungen: Weil ein Düsseldorfer Mitarbeiter der Unternehmensberatung Ernst & Young mit dem Virus infiziert sei, sollen 1500 Kolleginnen und Kollegen des Mannes deshalb erst einmal zuhause bleiben, wie ein Sprecher mitteilte.

In Mönchengladbach lief der Betrieb an den Maria Hilf-Kliniken weiter. Dort war ein Arzt positiv auf das Virus getestet worden. Der Arzt - der sich wohl auch bei der Karnevalssitzung in Gangelt angesteckt hatte - habe Kontakt zu 15 Patienten und 20 Mitarbeitern gehabt, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag. Am Abend war klar: Keiner der Patienten hatte sich mit dem Coronavirus infiziert.

Zwei Schulen in Bielefeld und Mönchengladbach sagten den Unterricht ab. In Bielefeld bestand bei einer Mitarbeiterin der Verdacht auf eine Erkrankung, in Mönchengladbach war der Bruder einer Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Landesbetrieb Straßen.NRW strich wegen des Coronavirus eine Info-Veranstaltung für den Ausbau der Autobahn 3 in Hünxe. Um die Bevölkerung nicht zu verunsichern, wurde ein landesweiter Probealarm abgesagt.

Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität hat ihren Mitarbeitern angeboten, von zuhause zu arbeiten. Wer sich ernsthafte Sorgen mache, vom Coronavirus betroffen zu sein, solle auf jeden Fall daheim bleiben. Da Semesterferien sind, müssen keine Vorlesungen ausfallen.

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