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Missbrauchskomplex: Opfersuche geht für Ermittler vor

17.06.2020 - Im riesigen Missbrauchsfall Münster setzen die Ermittler den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Suche und Identifizierung der Opfer, um sie zu befreien. Mangels ausreichender Kapazitäten bleiben dadurch aber andere Fälle von Kinderpornografie liegen. «Die Beamten müssen sich fragen, welchen Fall bearbeite ich jetzt, welchen später? Bei der Entscheidung geht es immer um den Schutz von Kinder, wo kann Leid der Kinder verkürzt werden», sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch im Innenausschuss des NRW-Landtags.

  • Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Schlüssel beim Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie liegt laut Reul bei mehr Personal und mehr Technik. «Mehr Fälle heißt mehr Arbeit. Die Ressourcen sind endlich. Wir finden nicht genug Leute», sagte Reul.

Reul berichtete, dass eine Festplatte auf dem Rechner des 27-jährigen Hauptverdächtigen von der Polizei in Coesfeld zufällig entschlüsselt werden konnte. Auf dem Speicher fanden die Ermittler Bilder von schweren sexuellen Missbrauch. Die Beamten hätten per Fleißarbeit auf einem Handy gefundene Passwörter eingegeben und seien damit erfolgreich gewesen. Der entscheidende Tipp war zuvor vom Landeskriminalamt auf einen Betrieb in Coesfeld gekommen, wo der Hauptverdächtige als IT-Experte arbeitete.

Bislang gab es in dem Anfang Juni öffentlich gewordenen Fall Festnahmen von elf Tatverdächtigen aus mehreren Bundesländern, sieben sitzen in Untersuchungshaft. Die drei Opfer sind zwischen fünf und zwölf Jahren alt.

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