Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Museumsjahr 2019: Kritiker sehen Bundeskunsthalle vorn

08.12.2019 - Kunstkritiker sind voll des Lobes über die Bundeskunsthalle und ihre Ausstellung über den Künstler Martin Kippenberger. Auch anderes kommt an: zum Beispiel eine Schau die «Seelenmassage und Grusel» bietet - und «Ein mutiges Voran» ohne offiziellen Chef.

  • Die Bundeskunsthalle in Bonn. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Bundeskunsthalle in Bonn. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Bundeskunsthalle in Bonn ist nach Ansicht von Kunstkritikern das Museum mit den besten Ausstellungen des Jahres. Das Haus bekam in einer Umfrage der «Welt am Sonntag» über das Museumsjahr 2019 von neun befragten Fachleuten das meiste Lob. Vor allem die Gestaltung der aktuellen Ausstellung «Martin Kippenberger» gefiel. «Ein furioser Showdown zum Abschied des Intendanten Rein Wolfs», lautete ein Urteil über die letzte Schau unter der Leitung des Niederländers. Doch die Experten aus Zeitungen, Radio und anderen Medien lobten auch Häuser wie das Folkwang Museum in Essen, den Kunstpalast in Düsseldorf, das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster und kleinere Häuser wie Schloss Morsbroich in Leverkusen.

Im zweiten Jahr unter Direktor Felix Krämer «lief es rund im Kunstpalast» in Düsseldorf, kommentierte eine Fachfrau. Vor allem eine Ausstellung mit Arbeiten von Kriegsfotografinnen kam gut an. Krämer setze sich unbeirrt ein für ein Museum für unterschiedliche Besucher. 30 Jahre nach dem Mauerfall gab das städtische Museum einen Überblick über «Kunst in der DDR». Eine Schau mit historischen Sportwagen kam dagegen nicht überall gut an: «Unkritischer Umgang mit dem Thema Auto», lautet der Tadel.

Auch das Folkwang Museum hat einen neuen Chef: Die Ausstellung «Der montierte Mensch» über das zwiespältige Verhältnis zwischen Mensch und Technik sei ein gelungener Auftakt für Direktor Peter Gorschlüter, befand eine Kritikerin. Lorbeeren gab es auch für das LWL-Museum in Münster und dessen opulente Ausstellung mit Gemälden des Landschaftsmalers William Turner. «Eine gelungene Verbindung von Bildung, Seelenmassage und Grusel», meinte ein Fachmann.

Mehrere Kenner kritisierten, dass teils seit längerem Chefposten an Museen unbesetzt sind. Eine «Zitrone des Jahres» ging daher an Politiker, die aus Nachlässigkeit die Leitungsstellen nicht zügig besetzt hätten. Vakant sind Posten in Dortmund, Schloss Moyland in Bedburg-Hau und Leverkusen. Dass trotzdem gute Arbeit möglich ist, würdigte ein Kritiker ausdrücklich am Museum Morsbroich in Leverkusen: «Ein mutiges Voran - und das alles frei von und ganz ohne Direktor». Das Museum sei im Aufwind.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren