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Mutmaßlicher Terrorhelfer aus Lau-Umfeld will reden

29.04.2019 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein mutmaßlicher Terrorhelfer aus dem Umfeld von Islamistenführer Sven Lau will sein Schweigen vor Gericht brechen. Er soll der islamistischen Terrorgruppe Jamwa Nachtsichtgeräte finanziert haben. Beim Prozessauftakt gegen den 29-Jährigen am Montag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht kündigte sein Verteidiger an, dass sich der Bosnier zu den Tatvorwürfen der Generalstaatsanwaltschaft einlassen werde.

  • Der 29-jährige Angeklagte im Prozess wegen Terrorhilfe sitzt auf der Anklagebank im Oberlandesgericht. Foto: Bernd Thissen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der 29-jährige Angeklagte im Prozess wegen Terrorhilfe sitzt auf der Anklagebank im Oberlandesgericht. Foto: Bernd Thissen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zuvor waren Gespräche über einen Deal gescheitert. Das Gericht hatte einen Strafrahmen im Gegenzug für ein Geständnis in Aussicht gestellt. Das hatte der Angeklagte abgelehnt. Der 29-jährige Bosnier soll der islamistischen Terrorgruppe Jamwa drei Nachtsichtgeräte im Wert von 1440 Euro finanziert haben.

Laut Anklage der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft hatte der Angeklagte gewusst, dass die Geräte für den Kampfeinsatz in Syrien bestimmt waren. Er habe die Geräte im Auftrag von Sven Lau bezahlt, der 2017 vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden war.

Lau habe die Geräte unter dem Namen und der Adresse seiner Schwiegermutter bestellt und den Angeklagten gebeten, sie zu bezahlen. Der habe die Summe von seinem Konto beglichen. Am 30. Oktober 2013 seien die Nachtsichtgeräte dann der Terrorgruppe in Syrien übergeben worden. Ein Teil der islamistischen Jamwa war später in der Terrorgruppe Islamischer Staat aufgegangen. Das Gericht hat bis August insgesamt 18 Verhandlungstage angesetzt.

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