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Mutmaßlicher tunesischer Terrorhelfer vor Gericht

21.01.2020 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein mutmaßlicher Terrorhelfer aus Köln muss sich in zwei Wochen vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Der 39-jährige Deutsch-Tunesier soll die islamistische Terrorgruppe Ahrar al-Scham unterstützt haben. Das Gericht hat für den Prozess, der am 6. Februar beginnt, 13 Verhandlungstage eingeplant.

  • Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Anklage hat der 39-Jährige 2014 in Syrien Kämpfer der Miliz mit militärischer Ausrüstung, Hilfsgütern und Geld versorgt. Dies sei zum Teil gemeinsam mit einem bereits zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilten Blumenhändler aus Bergisch Gladbach geschehen.

Außerdem soll der Deutsch-Tunesier an einem Ausbildungslager teilgenommen und auf Social-Media-Plattformen um Mitglieder und Unterstützer für die Vereinigung geworben haben.

Ebenfalls am Düsseldorfer Oberlandesgericht angeklagt ist ein 24-Jähriger Syrer wegen eines Kriegsverbrechens. Er soll mit einem Gewehr in der Hand «im Stil eines Großwildjägers» mit einem Fuß auf einer Leiche für ein Foto posiert haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf vor wenigen Tagen mitgeteilt hat.

Das Foto soll er dann im Internet selbst verbreitet haben. Ob er das Opfer auch getötet hat, konnte nicht ermittelt werden. Zur Tatzeit soll der in Dortmund wohnende Mann Jugendlicher oder Heranwachsender gewesen sein. Über die Zulassung der Anklage hat das Gericht noch nicht entschieden. Der 24-Jährige ist auf freiem Fuß.

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