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NRW-Regierung: Bund sollte Gaming-Branche dauerhaft fördern

16.08.2019 - NRW ist ein wichtiger Standort für die deutsche Gaming-Branche. Doch die Firmen monieren, dass der Staat ihnen nicht ausreichend hilft. Nun bekommen sie Unterstützung von einem Politiker aus NRW.

  • Mann mit Joystick. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mann mit Joystick. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Köln (dpa/lnw) - Vor dem Branchentreff Gamescom hat die NRW-Landesregierung den Bund aufgefordert, die heimische Computer- und Videospielebranche dauerhaft finanziell zu stützen. «Die Bundesregierung muss die im Koalitionsvertrag versprochene Games-Förderung endlich auf den Weg bringen - und zwar nachhaltig durchfinanziert», sagte der Medien-Staatssekretär der schwarz-gelben Landesregierung, Nathanael Liminski, dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Das Land sei bereit, eigene Fördermittel «jederzeit an eine übergeordnete Bundesförderung anzupassen».

Der Bund fördert die Gaming-Industrie in diesem Jahr erstmals mit 50 Millionen Euro und kommt damit Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag nach. Im Haushaltsentwurf für 2020 steht dieser Posten hingegen nicht mehr drin - nun hat die Gaming-Industrie Sorge, dass sie ihren mühsam erkämpften Platz am Fördertopf des Bundes schon wieder verloren hat. Der Branchenverband Game verweist bei dem Thema darauf, dass es in anderen Staaten wie Frankreich und Großbritannien entsprechende staatliche Förderung gebe.

Liminski stärkt der Branche nun den Rücken - ihre Bedeutung steige seit Jahren, betonte er. «Wenn Spiele in Nordrhein-Westfalen entwickelt werden, entstehen hier auch hochwertige Arbeitsplätze.» Der Bund dürfe der Branche «nicht immer nur positive Signale senden», sondern er müsse ihr endliche auch Planungssicherheit bieten.

Das Land NRW ist bereits selbst tätig bei der Gaming-Förderung, allerdings im eher kleinen Maßstab - mit Tendenz nach oben. 2017 gab es eine Million Euro Förderung, 2018 1,5 Millionen und 2019 bereits 3 Millionen Euro Landesmittel für die Branche. Am kommenden Dienstag startet die Gamescom in Köln, das größte Jahresevent der Branche. Zur Eröffnung wird auch Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, erwartet.

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