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NRW fordert Ende der Lohn-Diskriminierung in Tarifverträgen

03.06.2020 - NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) will sich für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen im Tarifvertrag der Länder einsetzen. «Die Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes hat schon 2018 festgestellt, dass der Tarifvertrag die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllt», sagte Scharrenbach der «Rheinischen Post» (Mittwoch). Sie appellierte an die Gleichstellungsminister der anderen Bundesländer, die Tarifparteien aufzufordern, aktiv zu werden.

  • NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ausgehandelt wird der Tarifvertrag demnach auf Arbeitnehmerseite von Gewerkschaften wie Verdi, dem Beamtenbund oder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Auf Arbeitgeberseite sind es die Finanzminister der Länder. Diese sollten einen einheitlichen Bewertungskatalog für alle Tarifbeschäftigten entwickeln, mit präzisen Kriterien, so Scharrenbach. Die bestehenden Systeme müssten im Hinblick auf gleiche Entlohnung rechtlichen Grundsätzen standhalten.

«Es ist der Klassiker», sagte Scharrenbach: «Wo mehr Männer arbeiten, sind die Löhne meist höher.» Das liege auch daran, dass in den Tarifkommissionen überwiegend Männer säßen: «Wenn Frauen nicht mit verhandeln, können sie ihre Anliegen schlechter durchsetzen.»

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