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Nach Sturmtief «Franz» bleibt es windig in NRW

13.03.2019 - Streckensperrung bei der Bahn, geschlossene Sportplätze und Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde: Sturmtief «Franz» ist am Mittwoch über NRW gefegt. Und es soll weiter so windig bleiben, sagt der Wetterdienst

  • Blick von oben Gleise der Bahn. Foto: Jan Woitas/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick von oben Gleise der Bahn. Foto: Jan Woitas/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Essen (dpa/lnw) - Nach «Eberhard» und Sturmtief «Franz» müssen sich die Menschen in NRW weiter auf Wind und Schauer einstellen: «Grob gesprochen bleibt es so», sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch. In den nächsten Tagen könnten Windböen um die 70 Kilometer pro Stunde über NRW fegen, dazu seien immer mal wieder Schauer möglich. Aber: «Es wird nicht mehr die Stärke von Sonntag erreichen», so die Meteorologin. Demnach erreichten Böen des Sturmtiefs «Franz» am Mittwoch Geschwindigkeiten bis zu 75 Kilometern pro Stunde.

Wegen der teils starken Windböen hatte die Deutsche Bahn eine Teilstrecke zwischen Essen und Bochum gesperrt. Der Regional- und Fernverkehr war betroffen, einige Züge wurden umgeleitet, sagte ein Bahnsprecher. Reisende mussten mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten rechnen. An einem 800 Meter langen Abschnitt hätten Bäume gefällt werden müssen, die wegen des Sturms umstürzen könnten. Die Strecke bleibe voraussichtlich bis Donnerstagmorgen gesperrt.

Die Windböen hatten in NRW für Einsätze der Polizei und der Feuerwehr gesorgt: In Borchen im Kreis Paderborn hat eine Windböe ein Autogespann über einen Straßengraben auf einen Acker geschleudert und die beiden Insassinnen schwer verletzt. Die Frauen im Alter von 53 und 55 Jahren wurden in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. In Mülheim war durch den Sturm eine Tanne auf eine Versorgungsleitung gestürzt. Die Leitung sei für das Strom- und Telefonnetz von einigen Einfamilienhäusern zuständig gewesen, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Strom und Telefon fielen demnach aber nicht aus.

Mehrere NRW-Städte reagierten auf die ständigen Stark-Winde: In Bochum wurden provisorisch alle Sportplätze gesperrt, sagte ein Stadtsprecher. Dortmund schloss den Westfalenpark. Der Düsseldorfer Flughafen teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die Flughafenterrasse sturmbedingt geschlossen bleibe.

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