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Nebenbuhler erstochen: Angeklagter bestreitet Mordabsicht

09.06.2020 - Mit 19 Messerstichen soll ein 34-jähriger Duisburger im Dezember seinen Nebenbuhler ermordet haben. Zu Prozessbeginn schildert der Angeklagte jedoch eine andere Geschichte.

  • Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Nebenbuhler muss sich ein 34-jähriger Duisburger seit Dienstag vor dem Schwurgericht verantworten. Laut Staatsanwaltschaft war der deutsche Angeklagte am 19. Dezember 2019 gewaltsam in die Wohnung des 57-jährigen Mannes eingedrungen, nachdem er von seiner Verlobten erfahren hatte, dass sie ein sexuelles Verhältnis mit diesem habe. Dann soll der 34-Jährige ohne Vorwarnung mit einer Gaspistole auf den im Bett liegenden Nebenbuhler geschossen und das Opfer anschließend mit 19 Messerstichen getötet haben. Seine Verlobte hielt sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in der Wohnung auf. Die Anklage wertet die Tat als heimtückischen Mord.

Der Angeklagte erzählte zu Prozessbeginn jedoch eine andere Geschichte. Es stimme zwar, dass seine Partnerin ihm kurz zuvor von dem Verhältnis erzählt habe. Er sei aber nur in die Wohnung des Mannes gestürmt, weil er befürchtet habe, dass dieser seiner Verlobten Gewalt antun könnte. «Ich hatte durch die Tür merkwürdige Geräusche gehört und dachte, er würde sie würgen», sagte der Angeklagte. Auch habe er nicht ohne Vorwarnung die Pistole und das Messer gezogen, sondern sich mit den Waffen lediglich gegen den anderen Mann verteidigt. Der Angeklagte ist sich darüber hinaus «hundertprozentig sicher, dass ich nur dreimal zugestochen habe». Die tatsächlich viel größere Anzahl an Stichverletzungen könne er sich nicht erklären.

Die damalige Verlobte des 34-Jährigen brach in ihrer Zeugenaussage immer wieder in Tränen aus. Von einem Gerangel zwischen den beiden Männern will sie nichts mitbekommen haben. Ihrer Erinnerung nach habe der Angeklagte die Tür aufgebrochen und dann sofort das Feuer aus der Gaspistole eröffnet.

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