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Neue Planung für Braunkohlerevier: RWE legt Vorschlag vor

27.02.2020 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach der Einigung über den Kohleausstieg beginnen in Nordrhein-Westfalen die Planungen für die Reduzierung der Braunkohleförderung. Der Energiekonzern RWE habe seine Vorstellungen für eine neue Tagebauplanung vorgelegt, teilte das NRW-Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Die Landesregierung werde diese nun prüfen und die Vorgaben für die räumliche Verkleinerung der Tagebaue sowie die sich daraus ergebenden Zukunftsperspektiven für die Region erarbeiten. Ziel sei es, bis zum Jahresende eine «Leitentscheidung für das Rheinische Revier» zu beschließen.

  • Ein Kohlekraftwerk in Betrieb. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Kohlekraftwerk in Betrieb. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die Landesregierung hat ihre Erwartungshaltung bereits klar formuliert», sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Neben dem Hambacher Forst sollten weitere Waldgebiete erhalten bleiben. Das gelte ebenfalls für die Ortschaft Morschenich. Bei Garzweiler II müsse es Verbesserungen für die Dörfer am Tagebaurand geben. Die Umsiedler müssen sich auf eine sozialverträgliche Umsiedlung verlassen können. Bei der Umgestaltung der Tagebaue solle deren Potenzial für den Ausbau der erneuerbaren Energien aktiviert werden.

RWE will in diesem Jahr einen ersten kleineren Braunkohleblock abschalten. Die weiteren Kraftwerksblöcke sollen dann schrittweise folgen. Ab dem Jahr 2030 sollen dann noch die drei großen Anlagen der 1000-Megawattklasse Strom erzeugen. Sie sollen bis 2038 laufen.

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