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Patientenschützer kritisiert Regierung für Terminverfahren

26.01.2021 - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die NRW-Landesregierung für das Vergabeverfahren bei den Corona-Impfterminen kritisiert. «Wenn die Welle zu groß ist, dann bricht sie über dem System zusammen. Das weiß man vorher», sagte Vorstand Eugen Brysch am Dienstag der Deutsche Presse-Agentur. Es habe schon lange vor dem Start der Terminvergabe in NRW am Montag Warnungen gegeben, dass es bei einer so großen Gruppe von ungefähr einer Million Menschen zu Problemen kommen werde. «Es ist mit Vorankündigung was da geschieht», betonte Brysch. Man dürfe das System der Terminvergabe nicht am Anfang fahrlässig «vor die Wand fahren». Besser wäre es gewesen, die Terminvergabe schrittweise mit kleineren Gruppe zu beginnen.

  • Ein Arzt impft eine Person. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Arzt impft eine Person. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aber auch das Verfahren selbst ist nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz im Vergleich zu anderen Bundesländern schlecht ausgestaltet. Es gebe Bundesländer, in denen man sich als Impfwilliger registriere und dann per Mail einen Terminvorschlag bekomme. Das Vorgehen in NRW mit vielen vergeblichen Versuchen, sich im Internet oder am Telefon einen Termin zu holen, führe zu Frust bei dem Betroffenen. Wer es schließlich doch geschafft habe, bekomme eine Bestätigungsmail, in der nicht einmal der Name des zu Impfenden stehe. Das könne zu weiterer Verwirrung sorgen, wenn zum Beispiel Angehörige für ihre Eltern den Termin organisieren und dann genau geschaut werden müsse, ob er für Mutter oder Vater sei.

Alle diese Dinge könne man lösen, wenn man «über den Tellerrand von Nordrhein-Westfalen» hinausschaue, betonte der Vorstand. Das bevölkerungsreichste Bundesland sei nicht das erste, das mit der Terminvergabe ans «Netz» gegangen sei. Man könne von den Erfahrungen anderer Bundesländer lernen. «Es ist kein Anwenderfehler», hielt er der NRW-Landesregierung vor. Aussagen, der Start der Terminvergabe sei gut verlaufen, würden die Betroffenen weiter frustrieren.

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