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Prozess: 79-Jährige stirbt in Badewanne

07.02.2021 - Die Rettungskräfte fanden die tote Frau in der Badewanne. Schnell fiel der Verdacht auf ihren Sohn. Bei seiner Vernehmung verwickelte er sich in Widersprüche. Jetzt muss er sich vor dem Landgericht Paderborn wegen Totschlags verantworten.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sechs Monate nach dem Tod einer 79-jährigen Frau in einer Badewanne in Marienmünster im Kreis Höxter muss sich ihr Sohn ab Montag (8.30 Uhr) vor dem Landgericht Paderborn verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 54-Jährigen Totschlag vor. Laut den Ermittlungen lebten Mutter und Sohn gemeinsam in einem Haushalt.

Der Angeklagte soll allein für die Pflege der schwerkranken Frau verantwortlich gewesen sein. Laut Anklage setzte der 54-Jährige seine Mutter am 11. August am Morgen mit einem Lifter in die Wanne im Badezimmer. Zuvor soll er die Wanne mit Wasser gefüllt haben.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass dem Sohn bewusst war, dass die Frau wegen ihres Gesundheitszustandes ständig beobachtet werden musste, weil sie sonst unter die Wasserlinie abrutschen und ertrinken könnte. Dennoch soll der Sohn das Badezimmer für längere Zeit verlassen haben. Laut Anklage nahm der Mann den Tod durch Ertrinken zumindest billigend in Kauf.

Der Verdacht war schnell auf den heute 54-Jährigen gefallen. Er hatte selbst den Rettungsdienst gerufen. «Der Sohn hat bei den Ermittlungen widersprüchliche Angaben gemacht», sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer kurz nach dem Fund der Leiche. Die Obduktion hatte Hinweise ergeben, dass die Frau nicht eines natürlichen Todes gestorben war. Der Tatverdächtige kam in Untersuchungshaft.

Für den Prozess sind drei weitere Termine angesetzt.

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