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Prozess: Mitschüler Messer in Brust gerammt

16.05.2019 - Soest/Arnsberg (dpa/lnw) - Ein Zehntklässler soll einen Mitschüler in Soest 2017 lebensgefährlich verletzt haben - und steht nun wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Vor der Jugendkammer des Arnsberger Landgerichts begann am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Prozess gegen den damals 16-Jährigen. Er soll seinem Opfer - einem ein Jahr älteren Schüler - im Februar 2017 im Eingangsbereich des Gymnasiums in einer Pause ein Messer in die Brust gerammt haben. Laut Anklage stach er in Tötungsabsicht zu. Ein Gerichtssprecher sagte, es seien sechs weitere Verhandlungstermine festgelegt. Ein Urteil könne Anfang Juli fallen.

  • Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das zum Zeitpunkt des Angriffs 17 Jahre alte Opfer musste notoperiert werden. Mitschüler hatten damals eingegriffen und den Angreifer von seinem Opfer getrennt. Zum möglichen Motiv des heute 18-jährigen Angeklagten gab es zu Prozessbeginn zunächst keine Angaben. Einem Bericht des WDR zufolge soll der Angreifer dem älteren Mitschüler vorgeworfen haben, er spanne ihm die Freundin aus.

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