Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Prozessende: Streit zwischen Kohl-Witwe und Ghostwriter

11.12.2019 - Mehr als 100 Textstellen aus dem Buch «Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle» sind bereits verboten. Doch Maike Kohl-Richter reicht das nicht, sie ist erneut gegen den Autor Heribert Schwan vor Gericht gezogen. Nun wird eine Entscheidung erwartet.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Köln (dpa/lnw) - Im juristischen Hickhack zwischen der Witwe des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl und dessen Ghostwriter will das Kölner Landgericht heute eine Entscheidung verkünden. Maike Kohl-Richter hatte das aktuelle Verfahren gegen den Journalisten Heribert Schwan angestrengt. Sie will erreichen, dass weitere Textstellen aus Schwans 2014 erschienenem Buch «Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle» verboten werden.

Außerdem fordert Kohl-Richter vom Verlag Random House Auskunft über die mit dem Bestseller erzielten Gewinne, um dann gegebenenfalls auf Schadenersatz klagen zu können.

Das Buch enthielt zahlreiche Äußerungen des 2017 gestorbenen Kohl über andere Politiker. Die Zitate stammen aus Tonbandmitschnitten von Gesprächen, die Kohl zur Vorbereitung seiner Memoiren mit Schwan geführt hatte. Nachdem die beiden sich zerstritten hatten, schrieb Schwan das Buch trotzdem und verwendete Zitate, die Kohl nicht autorisiert hatte.

Der CDU-Politiker verklagte Schwan und erstritt eine Rekord-Entschädigung von einer Million Euro - starb jedoch, bevor das Urteil rechtskräftig wurde. Ein Jahr später urteilte das Oberlandesgericht Köln, dass der Geldanspruch nicht auf seine Witwe vererbbar ist, bestätigte aber das Verbot von mehr als 100 Textstellen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren