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RWE: Hohe Kosten durch Klimaproteste im Rheinland

01.08.2019 - Tausende Klimaaktivisten haben im Juni den Tagebau Garzweiler und Kohlebahnen von RWE blockiert. Dabei gab es erhebliche Schäden und weitere Aufwendungen für den Konzern. Die nächsten Proteste gibt es im August - aber voraussichtlich eine Nummer kleiner.

  • Zahlreiche Umweltaktivisten laufen in den Tagebau Garzweiler, nachdem sie die Polizeisperre durchbrochen haben. Foto: Marcel Kusch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zahlreiche Umweltaktivisten laufen in den Tagebau Garzweiler, nachdem sie die Polizeisperre durchbrochen haben. Foto: Marcel Kusch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aachen/Essen (dpa/lnw) - Bei den Protesten von Klimaschützern im Rheinischen Revier im Juni ist dem Energiekonzern RWE nach eigenen Angaben ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe entstanden. Die Schäden unter anderem an technischen Anlagen, Wegen, Schildern und Zäunen beliefen sich auf 250 000 Euro, teilte RWE mit. Insgesamt seien dem Unternehmen Aufwendungen von rund einer Million Euro entstanden - unter anderem auch für den höheren Aufwand bei der Bewachung, für Feuerwehr und Rettungsdienst, Reparaturkosten sabotierter Anlagen und die Instandsetzung von Zäunen und Wegen.

So seien Aktivisten über Steilböschungen rutschend in den Tagebau Garzweiler eingedrungen. Dabei seien Wegkanten weggebrochen und Böschungsmaterial auf Trassen gerutscht, die für den Transport von Personen und Gerät im Tagebau gebraucht würden. Diese hätten wieder hergestellt werden müssen.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hatte unlängst mitgeteilt, dass an Blockaden des Aktionsbündnisses «Ende Gelände» im Tagebau Garzweiler und auf Kohle-Transportbahnen knapp 3000 Aktivisten beteiligt waren. 9600 Kräfte der Polizei waren demnach bei den mehrtägigen Protesten mit insgesamt rund 145 000 Dienststunden im Einsatz.

Jetzt bahnen sich die nächsten Proteste im Rheinischen Revier an, wenn auch eine deutliche Nummer kleiner: Die Jugendorganisation des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) startet am Freitag am Tagebau Hambach ihr «Camp for Future» (2.-11. August). Dazu werden im Umsiedlungsort Kerpen-Manheim bis zu 250 Teilnehmer erwartet. «Wir gehen von einer ganz normalen Veranstaltung aus», sagte eine Polizeisprecherin in Aachen. In den letzten Jahren sei es nicht zu Stör-Aktionen gekommen - anders als beim Klimacamp, das anschließend vom 15. bis 17. am Tagebau Garzweiler stattfinden soll.

Neben Workshops werde es in der Nähe von Erkelenz auch Aktionen gegen die Braunkohle geben, kündigte ein Sprecher an. So rufe das Aktionsbündnis «Kohle ersetzen!» zu einer Blockadeaktion (22.-25. August) mit mehreren Hundert Teilnehmern auf.

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