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Säugling Feuchttücher in Mund gestopft: Haft für Vater

04.09.2020 - Einem Säugling werden Tücher in den Mund gestopft, damit er aufhört, zu schreien. Jetzt ist der Vater des Jungen verurteilt worden.

  • Auf einem Tisch in einem Gerichtssaal liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter eine Richterrobe. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einem Tisch in einem Gerichtssaal liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter eine Richterrobe. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weil er seinem drei Monate alten Sohn Feuchttücher in den Mund gestopft hat, ist ein 22-Jähriger aus Essen zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Laut Urteil des Essener Landgerichts wollte der Angeklagte den schreienden Säugling zur Ruhe bringen. Richterin Ute Postert sprach von «potenzieller Lebensgefahr» und einem völlig «wehrlosen Opfer». Dass dem Jungen nichts passierte, sei nur der Mutter zu verdanken. Sie habe dem Säugling die Feuchttücher rechtzeitig aus dem Mund gezogen.

Der 22-jährige Deutsche, der eine Intelligenzminderung hat, hat die Tat vom Oktober 2019 bis zuletzt bestritten und die Mutter seines Sohnes beschuldigt. Überzeugen konnte er die Richter allerdings nicht. In das Urteil wegen gefährlicher Körperverletzung ist noch eine frühere Verurteilung mit eingeflossen. Der Angeklagte war bereits Anfang des Jahres verurteilt worden, weil er seine schwangere Freundin gewürgt hatte.

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