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Störfeuer gegen RWE-Deal: Eon sieht Klage gelassen

28.05.2020 - Mehrere Stadtwerke wollen den Deal von Eon mit dem bisherigen Konkurrenten RWE noch zu Fall bringen. Eon-Chef sieht das Störfeuer gelassen. Zu Online-Hauptversammlungen hat er eine spezielle Ansicht.

  • Die Rede von Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, wird während der Hauptversammlung in der Gruga-Halle auf einem Fernseher übertragen. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Rede von Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, wird während der Hauptversammlung in der Gruga-Halle auf einem Fernseher übertragen. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eon-Chef Johannes Teyssen sieht den Klagen mehrerer regionaler Energieversorger gegen seinen Deal mit dem einstigen Rivalen RWE gelassen entgegen. «Wir messen diesen Klagen, wenn überhaupt, äußerst geringe Erfolgsaussichten zu», sagte Teyssen am Donnerstag bei der online abgehaltenen Eon-Hauptversammlung. Die Kläger sehen durch die Vereinbarung von Eon und RWE erhebliche Nachteile für den Wettbewerb und die Verbraucher.

Die von elf Unternehmen um die Frankfurter Mainova beim Gericht der Europäischen Union angekündigte Klage richte sich gegen die Freigabe der EU für den Verkauf der erneuerbaren Energien von Eon an RWE, sagte Teyssen. Er rechne fest mit weiteren Klagen. Sie könnten den Zeitplan für die vollständige Integration der RWE-Tochter Innogy bei Eon aber nicht aufhalten. Das Verfahren zur Eintragung der Verschmelzung ins Handelsregister sei sehr fortgeschritten. Die volle Integration von Innogy werde wie geplant bis Jahresende abgeschlossen sein.

Eon und RWE haben eine weitreichende Neuaufteilung ihrer Geschäftsfelder vereinbart. Dazu haben sie die RWE-Tochter Innogy unter sich aufgeteilt. Eon hat die Energienetze und das Kundengeschäft von Innogy übernommen und versorgt jetzt rund 50 Millionen Kunden in Europa mit Strom und Gas. RWE hat die erneuerbaren Energien von Eon erhalten und bekommt noch die Ökostromproduktion von Innogy.

Teyssen möchte auch nach Ende der Corona-Krise Aktionärstreffen des größten deutschen Energiekonzerns online abhalten. Es gebe zwar noch deutlichen Raum für Verbesserungen. Er werbe aber «ausdrücklich dafür, den Weg für eine modernere und zeitgerechtere Hauptversammlung zu suchen».

Wegen der Corona-Pandemie hat der Gesetzgeber Aktiengesellschaften in Deutschland erstmals virtuelle Hauptversammlungen erlaubt. Viele Konzerne nutzen die auf dieses Jahr befristete Ausnahmeregelung. Teyssen warnte davor, die neuen Möglichkeiten «leichtfertig in einem Jahr wieder wegzuwerfen». Von Mischformaten aus Online- und Präsenzveranstaltung halte er nichts.

Als großer europäischer Versorger spüre Eon nach dem coronabedingten Einbruch des Stromverbrauchs noch keine spürbare Belebung der Nachfrage. «Wir sind fast noch auf einem festgefrorenen Plateau von minus 10 Prozent.» Ohne eine Belebung der Nachfrage würden sich die Wirtschaft und der Stromabsatz nicht erholen.

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