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Mehl und Klebefalle: Weiter Suche nach Schlange in Herne

26.08.2019 - Vor der in Herne ausgebüxten Giftschlange haben die Behörden ordentlichen Respekt. Zu Recht: Ein Biss kann lebensgefährlich sein, sagt Schlangenexperte Roland Byner. Gefunden wurde sie noch nicht.

  • Ein Krankenwagen und Fahrzeuge der Feuerwehr stehen vor den evakuierten Häusern in Herne. Foto: Daniel Knopp/News-Report-Nrw © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Krankenwagen und Fahrzeuge der Feuerwehr stehen vor den evakuierten Häusern in Herne. Foto: Daniel Knopp/News-Report-Nrw © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Herne (dpa/lnw) - Die aus einer Privatwohnung in Herne entwischte Giftschlange bleibt vorerst verschwunden. Drei Reptilienexperten fanden am Montagmittag bei einer Suche in den Treppenhäusern von vier zusammenhängenden Mehrfamilienhäusern keine Spur der Schlange. Die giftige Kobra mit einer geschätzten Länge von 1,40 bis 1,60 Metern war am Sonntag aus einer Wohnung entflohen und von einer Nachbarin im Hausflur entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt Herne hält der Hausbewohner in seiner Wohnung rund 20 Giftschlangen.

Die Experten hatten im Flur Klebestreifen auf den Boden geklebt, an denen die Schlange hängen bleiben sollte. Auf dem Boden war Mehl ausgestreut worden, in dem die Schlange Spuren hinterlassen sollte. Die Experten wollten am Montag nochmals in der Wohnung des Reptilienfreundes nach dem Tier suchen.

Bei der Schlange handelt es sich nach Angaben des Schlangenexperten Roland Byner (55) um eine Monokelkobra (Naja kaouthia) mit einem Durchmesser von geschätzten sechs Zentimetern. Sie sei hochgiftig. Bei einem Biss bestehe Lebensgefahr, sagte der behördliche Fachberater aus Bochum.

An das Mehrfamilienhaus schließen sich drei weitere Mietshäuser an. Zwischen den Kellern gibt es Öffnungen, durch die die Schlange auch in die anderen Häuser gelangt sein könnte. Daher waren aus Sicherheitsgründen alle Häuser geräumt worden. Die meisten der 30 Bewohner kamen vor allem bei Freunden und Verwandten unter. Drei seien in einer städtischen Notunterkunft untergebracht worden, sagte Stadtsprecher Christoph Hüsken.

Die Suche nach der Schlange erinnert an den Fall einer Giftschlange, die im März 2010 in Mülheim erst nach drei Wochen tot gefunden wurde. Auch dabei handelte es sich um eine Monokelkobra, die mit rund 30 Zentimetern Länge allerdings deutlich kleiner war als die Schlange in Herne. Die Mülheimer Kobra war ebenfalls einem jungen Mann aus einem Terrarium in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ausgebüxt. Auf der Suche nach der Schlange wurde die Wohnung des Schlangenhalters komplett entkernt. Das Tier verendete schließlich auf einem ausgelegten Klebestreifen.

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